Mick Schumacher: Er tritt in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Michael Schumacher

Mick Schumacher, Sohn von Michael Schumacher
Mick Schumacher: Ein bisschen sieht er dem Papa ähnlich © Bongarts/Getty Images, Bongarts

Riesen-Wirbel um Mick Schumacher

Im Cockpit leuchtet ein neongelber Helm, aus dem geöffneten Visier schauen zwei große blaue Augen aus einem schmalen Jungengesicht. Es gehört Mick Schumacher, dem jüngster Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher. 100 Journalisten sind extra seinetwegen angereist. Mit gerade einmal 16 Jahren tritt Mick in die Fußstapfen seines Rennfahrer-Papas – und wird prompt überrannt vom Medienrummel um seine Person.

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Mick Schumacher sitzt bei den ersten offiziellen Tests der Formel 4 in Ochersleben im Cockpit. Er will sich auf das konzentrieren, was sein Vater Michael Schumacher beherrschte wie kein anderer: sein Rennauto so schnell wie möglich ins Ziel zu jagen. Andere Jungs in seinem Alter sind froh, wenn sie den Mofa-Führerschein machen oder mal ein Mädchen auf dem Rad mitnehmen dürfen.

Keine Erfahrung mit Presse

Mick Schumacher versteckt sich unter gelbem Helm
Mick Schumacher und sein gelber Helm © imago/Christian Schroedter, imago sportfotodienst

Micks Mutter Corinna ist heute nicht dabei. Stattdessen begleitet Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm den 16-Jährigen und sie hat ihn auch auf diesen besonderen Tag vorbereitet: "Er wusste schon ein bisschen, was ihn erwartet. Aber ich war sehr beeindruckt, wie er das heute gemacht hat." Sie hat den Eindruck, dass er den ganzen Rummel ganz gut wegsteckt, gibt aber im RTL-Interview zu bedenken: "Man darf es nicht unterschätzen. Er ist ein junger Kerl. Der ist gerade mal 16 geworden. Wenn man dann merkt, dass alle Kameras auf einen gerichtet sind, muss man das auch erstmal mit sich selbst ausmachen."

Der Wunsch, ihn erstmal Routine als Rennfahrer erlangen zu lassen, bevor er seine Erfahrungen mit der Sport- und Klatschpresse macht, ist verständlich. Doch dürfte es schwer sein, das umzusetzen. Zu groß ist das Interesse der Medien. Und schließlich ist Mick der Sohn des wohl berühmtesten Rennfahrers der Welt.

Dass sich Micks Papa Michael Schumacher immer noch von seinem schweren Skiunfall Ende 2013 erholen muss, bei dem er wegen eines Schädel-Hirn-Traumas lange im Koma lag, schürt die Neugier der zahlreich angereisten Journalisten. Zu gern wollen sie ein Statement zum Gesundheitszustand von Micks Papa ergattern – und hoffen natürlich auf ein paar erfrischende O-Töne des Formel-4-Greenhorns zu seinem Teenie-Leben.

Nach den Testfahrten wird der Kart-Vizeweltmeister und Europameister von 2014 am 25. und 26. April ebenfalls in Oschersleben erst einmal seine Rennpremiere in der Nachwuchsserie Formel 4 feiern. Deren Vorläuferserien haben auch schon Namen wie Sebastian Vettel oder Nico Rosberg hervorgebracht. Mick Schumacher könnte der nächste sein. Wenn’s gut läuft, wird der ‚kleine‘ Mick sich auch an die Kameras gewöhnen.

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