Michael Schumacher: Irgendwann wird man müde

Michael Schumacher
Michael Schumacher © coverme.com

Michael Schumacher (44) macht jetzt nur noch das, wozu er Lust hat.

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Großer innere Schweinehund

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister zog sich vor rund einem Jahr aus dem Rennsport zurück, nachdem er bereits einmal nach einer dreijährigen Pause ein Comeback gefeiert hat, sich aber gegen jüngere Kollegen wie Sebastian Vettel (26) geschlagen geben musste. Seine Entscheidung bereue er nicht. "Ich bin über zwanzig Jahre in der F1 gefahren, habe vierzig Jahre aktiven Motorsport betrieben. Irgendwann wird man schon ein bisschen müde. In den letzten Monaten meiner Karriere musste ich den inneren Schweinehund immer öfter überwinden. Dieses Müssen hat mich schon gestört. Jetzt mache ich nur noch das, was mir Spaß macht", verriet Schumacher in einem aktuellen Interview mit 'RTL'.

Sebastian Vettel, der nun zum vierten Mal Weltmeister wurde, ist seinem älteren Ex-Kollegen im Siege-Einfahren dicht auf den Reifen. Immer wieder mussten sich der junge Sportler mit der Renn-Legende Schumi vergleichen lassen. Das kommt nicht von ungefähr, wenn zwei Fahrer so erfolgreich in ihrem Job sind. "Zwischen seiner und meiner Karriere gibt es sicherlich einige Parallelen. Wir sind natürlich keine Zwillinge. Jeder war und ist eigenständig. Aber sowohl Sebastian als auch ich - er zu seiner und ich zu meiner Zeit - konnten eines: Es geht nicht immer nur darum, schnell zu fahren. Es gibt so viele andere Dinge", betonte Schumacher.

Die hat Sebastian Vettel eindeutig drauf. Was der junge Kollege Schumacher noch voraus hat? Twitter! "Die [Jungen] machen andere Sachen wie zum Beispiel twittern. Das muss man akzeptieren. Das ist es aber auch schon. Jede Zeit bringt Veränderungen mit sich. Früher gab es kein Handy. Heute hat jeder eines", so der Sportstar im Interview mit 'auto motor und sport'. Michael Schumacher blickt auf eine tolle Karriere zurück. Klar, dass es da Highlights gibt: "Die Pole Position in Monte Carlo. Der GP Indien 2011, als ich nach einem schlechten Qualifying das ganze Rennen am Limit gefahren bin und gleichzeitig die Reifen besser zusammengehalten habe als Nico [Rosberg]. Da hat in meinen Möglichkeiten alles gepasst. Montreal 2010 war auch auf der besseren Seite. Aus Rennen wie diesen ziehe ich eine gewisse Befriedigung heraus, weil ich weiß, das es da nicht viel gab, was ich hätte besser machen können."

Wie schön, dass sich Michael Schumacher heute zurücklehnen und seine würdigen jungen Nachfolger wie Sebastian Vettel im Fernsehen anfeuern kann.  

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