Michael Mendl verrät seine Traumrolle

Michael Mendl verrät seine Traumrolle
Michael Mendl © Cover Media

Michael Mendl (71) verehrt den deutschen Maler Heinrich Zille (†71) und würde ihn zu gerne spielen.

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Eine Person der Weltgeschichte

Der als Pinselheinrich bekannte Künstler lebte von 1858 bis 1929 und war vor allem für seinen genauen Blick bekannt: Gegenstand vieler seiner Werke war das Berliner Volksleben, das er sowohl voller Patriotismus wie auch mit viel Kritik betrachtete.

"Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich gerne noch mal eine bedeutende Person der Weltgeschichte spielen. Jemanden, der etwas zu sagen hat", erzählte Mendl ('Der Untergang') im Interview mit der 'Bild'-Zeitung und enthüllte: "Mein Traum war es immer, den Maler Heinrich Zille zu spielen. Den verehre ich wirklich. Ich habe mehrere Bilder und sogar zwei Originale von ihm zu Hause."

Diesen Traum konnte sich der Altmeister bisher leider nicht erfüllen, obwohl er nun im besten Alter für den Part wäre. Trotzdem blickt er auf eine Karriere zurück, die ihresgleichen sucht: Michael Mendl gelang 1991 in Sönke Wortmanns 'Kleine Haie' der Durchbruch im Kino, davor konnte er schon erste Erfolge im Theater und im Fernsehen verbuchen. Es folgten grandiose Rollen, unter anderem im Kultfilm 'Das Teufelsweib', als Nazi-General Helmuth Weidling in 'Der Untergang' und als Papst Johannes Paul II. in 'Karol Wojtyla - Geheimnisse eines Papstes'. Trotzdem steht er in den letzten Jahren nicht mehr so häufig vor der Kamera wie er gerne würde. Seine bittere Erkenntnis: "Ich drehe schon lange nicht mehr, weil mich keiner mehr will. [...] Es ist doch immer die Frage: Wer ist jetzt gerade dran? Und ich bin es nicht mehr."

Seine Fans sind dem Westfalen allerdings bis heute treu und sehen ihn gerne spielen - ganz egal, ob im TV, in Filmen oder auf der Bühne. Im Interview mit 'bz-berlin.de' beschrieb Michael Mendl im Oktober 2015, wie er seinen Beruf erlebt:

"Während ich arbeite, verleihe ich mein Leben. Ich arbeite nicht für die Lohnsteuerkarte. Letztendlich geht's immer ums Eingemachte, darum, authentisch zu sein. Ich bin kein Gesichtsverleiher, eher ein Seelenverleiher."

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