Michael Jacksons Bodyguard belastet Murray schwer

Conrad Murray soll den Bodyguard aufgefordert haben, Ampullen verschwinden zu lassen.
Conrad Murray habe Michael Jackson Bodyguard aufgefordert, Ampullen verschwinden zu lassen. © dpa, Pool

Murray habe ihn aufgefordert, Ampullen verschwinden zu lassen

Für Conrad Murray sieht es zurzeit nicht gut aus. Der ehemalige Sicherheitschef von Michael Jackson, Alberto Alvarez, belastet den vor Gericht stehenden Arzt schwer, berichtet die ‚Bild’-Zeitung. Murray soll ihn aufgefordert haben, vor dem Eintreffen der Rettungskräfte, Ampullen und einen Infusionsbeutel verschwinden zu lassen.

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Alvarez war der Erste in Jacksons Zimmer. Der Arzt war damit beschäftigt, Jacksons Herz zu massieren. „Wir müssen dafür sorgen, dass er ins Krankenhaus kommt“, sagte Murray. Dann forderte er den Sicherheitsmann auf, Jacksons Tochter Paris aus dem Raum zu schaffen. Als der Bodyguard zurückkam, nahm Murray eine „Hand voll“ herumliegender Ampullen und bat ihn, diese verschwinden zu lassen. „Pack sie in diese Tüte“, befahl Murray laut Aussage des Bodyguards.

Neben den Ampullen sollte Alvarez auch einen Infusionsbeutel, der gerade angeschlossen war, abnehmen und ebenfalls wegpacken. Er befolgte alle Anweisungen ohne zu zögern. „Ich glaubte, dass Dr. Conrad Murray nur das Beste für Michael Jackson im Sinn hatte, deshalb habe ich seine Befehle zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage gestellt. Ich dachte, wir würden die Sachen fürs Krankenhaus packen“, erklärte er vor Gericht.

Alberto Alvarez belastet Murray schwer.
Alberto Alvarez belastet Michael Jacksons Leibarzt schwer. © La times pool / Splash News

Rückblickend sei dem Bodyguard allerdings etwas merkwürdig vorgekommen: Obwohl zwei Infusionsbeutel angeschlossen waren, wollte Murray nur einen haben. Und zwar den, in dem sich eine „milchige, weiße Flüssigkeit“ am Boden abgesetzt hatte. Bei dieser milchigen Flüssigkeit könnte es sich um die Reste des Betäubungsmittel Propofol gehandelt haben. Vor Gericht wurden Alvarez sowohl ein Infusionsbeutel und eine Ampulle mit Propofol gezeigt, er bestätigte, dass es sich um die gleichen handeln würde, die er am Abend von Jacksons Tod gesehen habe, berichtet die Zeitung weiterhin.

Erst als alles weggepackt war, soll Murray ihn angewiesen haben, einen Notarzt zu rufen. Als der Bodyguard Murray bei den Wiederbelebungsversuchen unterstützte, habe ihm der Arzt anvertraut, dass er noch nie zuvor eine Mund-zu Mund-Beatmung durchgeführt habe, berichtet Alvarez weiterhin. Dies alles wirft kein gutes Licht auf Conrad Murray. Ihm wird die fahrlässige Tötung des ‚King of Pop’ vorgeworfen. Murray selbst plädiert auf „nicht schuldig“.

Bildquellen: dpa/Splash News

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