Mexiko mischt bei "Spectre"-Drehbuch mit

Mexiko mischt bei "Spectre"-Drehbuch mit
Daniel Craig und Regisseur Sam Mendes am Set von "Spectre" © ddp images

Die Produzenten des neuesten James Bond-Streifens "Spectre" haben offenbar einige Änderungen am Drehbuch vorgenommen. Auf Wunsch der mexikanischen Regierung sollen zusätzliche Luftaufnahmen aus Mexiko-Stadt der Region ein neues, moderneres Image verpassen. Laut Berichten der Webseite "Taxanalysts.com" erhält der rasante Agentenstreifen mit Daniel Craig einen steuerlichen Abschlag in Höhe von bis zu 20 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa: 19 Millionen Euro).

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Für 20 Millionen Dollar?

Hintergrund: Die Stadt soll durch "Spectre" ein neues, positiveres Image verpasst bekommen, so der Wunsch der Regierung. Zu den gewünschten Änderungen zähle dem Artikel zufolge auch, dass der Bösewicht kein Mexikaner sein dürfe. Zudem soll nun anstelle des mexikanischen Staatschefs ein internationaler Botschafter das Ziel eines Mordanschlags sein, die mexikanische Polizei soll explizit als eine "Sonderkraft" porträtiert werden. Geplant seien zudem vier Minuten zusätzliches Filmmaterial (hauptsächlich Luftaufnahmen), in denen mehr moderne Gebäude aus Mexiko City gezeigt werden.

 

Kompletter Imagewandel eher zweifelhaft

 

Auch wenn die vorgenommenen Skript-Änderungen die Produktion zumindest finanziell bereichern, zweifeln Insider an einem kompletten Imagewandel Mexikos. "Die mexikanische Regierung will mehr Touristen anlocken, deswegen sind die Änderungswünsche am Film nicht weiter verwunderlich. Und es kann durchaus sein, dass das Image dadurch tatsächlich ein wenig aufgewertet wird. Aber wenn die Regierung wirklich eine große Änderung haben möchte, muss sie erst einmal die reale Situation ändern und Massenmassaker unterbinden", wird Mexiko-Experte und Autor Ioan Grillo von "Hollywood Reporter" zitiert.

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