Mette-Marit & Haakon: Ruhe vor dem Sturm

Muss Haakon bald auf den Thron?

Für das norwegische Kronprinzenpaar sind die Tage der Ruhe gezählt. Schon bald könnte für das Paar der royale Ernst des Lebens beginnen – und Haakon seinen Vater in der Thronfolge ablösen. Grund genug noch ein letztes Mal fast wie normale Menschen um die Welt zu reisen.

Seit Ende November tingeln Mette-Marit, Haakon und ihre drei Kinder durch die Türkei, Jordanien und sind über Weihnachten schließlich in Indien gelandet. "Wir haben bisher eine Menge toller Burgen und Sehenswürdigkeiten besucht und haben große Lust viel über andere Kulturen zu lernen," erzählt Prinz Haakon im TV-Interview.

Aber wie reist das norwegische Prinzenpaar? In schicken Hotels und noblen Herbergen? Weit gefehlt: "Wir haben hier in Indien eine Gastfamilie gefunden und uns entschieden eine Weile mit ihnen zu verbringen, und das war so eine tolle Erfahrung", verrät Mette-Marit.

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Norwegens Königskinder machen zwei Monate blau

Aber es ist schon ungewöhnlich, dass man als Kronprinzenpaar mal einfach so den königlichen Flattermann macht. Vor allen Dingen findet das norwegische Volk die 'Auf und davon'-Aktion nicht wirklich aufregend sondern eher zum Aufregen, weiß der Adelsexperte Jürgen Worlitz: "Einerseits haben Mette-Marit und Haakon erklärt, sie würden alle Kosten für die Reise selbst bezahlen, weil es privat ist. Aber die Leibwächter haben sie natürlich vergessen. Vier sind immer dabei und werden im 14-tägigen Rhythmus ausgetauscht. Die brauchen Flüge und Hotels. Diese immensen Kosten hat man natürlich unterschlagen und die muss das Volk bezahlen."

Ein weiterer Kritikpunkt der königlichen Auszeit ist die Freizeit der Kinder. Dass der royale Nachwuchs auf Weltreise ist anstatt in Norwegen die Schulbank zu drücken, stößt in der Heimat auch auf wenig Begeisterung - denn so eine Ausnahme von der Schulpflicht wäre für eine Normalfamilie undenkbar.

Aber Mette-Marit und Haakon haben eine Sondergenehmigung bekommen, weil sie selbst als Lehrer einspringen: "Das läuft super, wir haben Unterrichtsmaterial dabei und wir unterrichten zusammen", erzählt der Prinz. Und seine Frau fügt hinzu: "Das ist total schön und so eine ganz andere Art Zeit mit den Kindern zu verbringen. Ich finde das sehr gemütlich."

Und das genießt das Prinzenpaar jetzt um so mehr. Denn man munkelt, dass König Harald nach seinem 74. Geburtstag Ende Februar Abdanken will. Dann müssten Mette-Marit und Haakon in die royalen Rollen schlüpfen. Vielleicht kann ihnen auch deshalb die adelige Auszeit gar nicht lang genug dauern.

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