Meryl Streep gegen Donald Trump: Rückendeckung von George Clooney und dem Weißen Haus

Meryl Streep vs. Donald Trump: So reagieren Clooney und das Weiße Haus
Meryl Streep und Donald Trump haben unterschiedliche Ansichten © [M] HFPA/AdMedia / Dennis Van Tine/starmaxinc.com / ImageCollect, SpotOn

Neue Statements

Die leidenschaftliche Rede von Meryl Streep (67, "Florence Foster Jenkins") bei den Golden Globes hat ein großes Medien-Echo nach sich gezogen. Die Oscar-Preisträgerin drückte darin ihre Sorge über das bisherige Verhalten des zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump (70) aus. Der hielt mit seiner Reaktion nicht lange hinter den Berg und bezeichnete Streep via Twitter als "eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen". Die 67-Jährige erhält jedoch jede Menge Rückendeckung für ihre Worte - von Robert De Niro, George Clooney und dem Weißen Haus.

"Genug ist genug"

Noch während der Live-Übertragung der Preisverleihung am Sonntagabend in Los Angeles (Ortszeit) twitterten etliche Promis bereits ihre Unterstützung für Meryl Streep. Doch einige Hollywood-Schwergewichte waren nicht vor Ort und meldeten sich erst später zu Wort. Oscar-Gewinner Robert De Niro (73), mit dem Streep einst "Der Liebe verfallen" drehte, sagte in einem Statement, das dem "People Magazine" vorliegt: "Was du gesagt hast, war großartig. Es musste gesagt werden und du hast es wunderschön formuliert."

Weiter erklärte der 73-Jährige: "Ich habe so großen Respekt vor dir, dass du das getan hast, während die Welt deine Erfolge gefeiert hat. Ich teile deine Meinung zu Stuss und Tyrannen. Genug ist genug." Auch Hollywood-Star George Clooney (55, "Money Monster") bot seiner Kollegin Meryl Streep Schützenhilfe und attackierte Donald Trump bei einer Veranstaltung, bei der eine Dokumentation über die Freiwilligenarbeit in Syrien vorgestellt wurde, ebenfalls.

"Sollten Sie nicht das Land regieren?"

Der Schauspieler erklärte nach Informationen der englischen Tageszeitung "The Guardian": "Sollten Sie nicht das Land regieren?" Clooney stellte zudem klar: "Ich habe ihn nicht gewählt, ich habe ihn nicht unterstützt, ich denke nicht, dass er die richtige Wahl ist." Man könne nur hoffen, dass er nicht alles zerstören werde. Die Realität sehe nun einmal so aus, dass man nur hoffen könne, dass Trump einen anständigen Job mache. Bisher sehe er dafür jedoch keine Anzeichen. Denn wenn die Vereinigten Staaten versagen, können laut Clooney schreckliche Dinge passieren.

"Das ist ihr gutes Recht"

Das Weiße Haus hat sich in gemäßigter Weise zu dem verbalen Schlagabtausch zwischen Streep und Trump geäußert. Pressesprecher Josh Earnest sagte laut "The Washington Post": "Sie hat eindeutig eine durchdachte, sorgfältig überlegte Botschaft übermittelt, an die sie glaubt." Die Schauspielerin habe damit als US-Bürgerin von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das ihr die Verfassung der Vereinigten Staaten gewährleiste.

Präsident Barack Obama hüllt sich bislang in Schweigen zu diesem neuen Fauxpas von Seiten seines Nachfolgers. Und es sei unwahrscheinlich, dass er sich in naher Zukunft dazu noch äußere, so Earnest. Der noch amtierende Präsident habe "institutionelle Verantwortung" und fokussiere sich voll und ganz darauf, den Wechsel so effektiv wie möglich zu gestalten. Am 20. Januar wird Donald Trump als neuer US-Präsident vereidigt.

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