Melania Trump: Rede von Michelle Obama abgekupfert?

Melania Trump: First Lady oder doch nur ein Bond-Girl?
Melania Trump bei ihrem ersten großen Auftritt beim Parteitag der US-Republikaner © imago/UPI Photo

Natürlich hat er das Talent für den großen Auftritt. Wenn er etwas kann, dann das! Und so breitet Donald Trump (70) die Arme aus und ruft ins Mikrofon: "Ladys und Gentlemen. Ich habe die große Ehre, die nächste First Lady der USA vorzustellen. Meine Frau - Melania Trump."

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Melanie Trump bekam Lob und Kritik

Da steht sie nun auf der Bühne des Parteitags der Republikaner in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio). Ihr erster großer politischer Auftritt. Sie wirbt für ihren Mann, den die Delegierten als US-Präsidentschaftskandidat nominieren sollen. "Ich mag seinen unglaublichen Verstand, er ist sehr klug und charmant und wir haben eine großartige Energie zwischen uns", erklärt die 46-Jährige.

Sie spricht über die Vorzüge ihres Mannes, an dem sich in Amerika die Geister scheiden. Ein toller Mann sei er, ein toller Vater, ein toller Leader. Natürlich liebe ihr Mann alle, Christen, Juden und Muslime, die Armen, ja sogar Schwarze und Latinos. "Donald denkt groß, er setzt Dinge durch. Unser Land und die Welt brauchen eine neue, starke Führung", ruft das Ex-Model.Trotzdem bezeichnen Kritiker die viertelstündige Rede von Melania Trum als "Blamage". Warum? Die Worte der 46-Jährigen ähneln verdammt denen, die Michelle Obama, die amtierende First Lady, 2008 auf dem Parteitag der Demokraten sprach.

Melania sagt, dass ihre Eltern ihr schon in einem jungen Alter vermittelt hätten, "dass man hart für das arbeiten muss, was man im Leben erreichen will, und dass man Wort halten muss, dass man tut, was man sagt, und man seine Versprechen halten muss, dass man Menschen mit Respekt behandelt. Sie brachten mir Werte und Moral bei und zeigten mir diese in ihrem täglichen Leben."

Michelle Obama sage 2008: "Barack und ich wuchsen mit so vielen gleichen Werten auf", etwa, "dass man hart für das arbeiten muss, was man im Leben erreichen will. Dass man Wort halten muss. Dass man tut, was man sagt, das man tun wolle. Dass man Leute mit Würde und Respekt behandelt, auch wenn man sie nicht kennt und auch, wenn man nicht gleicher Meinung mit ihnen ist."

Außerdem heißt es in Melania Trumps Rede 2016: "Wir müssen diese Werte an die vielen Generationen, die folgen, weitergeben... Weil wir wollen, dass unsere Kinder in diesem Land wissen, dass die einzige Grenze unserer Leistungen die Kraft unserer Träume ist und die Bereitschaft, für sie zu arbeiten."

Michelle Obama sagte 2008: Sie habe sich mit ihrem Mann auf den Weg gemacht, nach diesen Werten zu leben und sie "an die nächste Generation weiterzugeben, weil wir wollen, dass unsere Kinder - und alle Kinder in diesem Land - wissen, dass die einzige Grenze für die Größe der Erfolge die Reichweite unserer Träume ist und die Bereitschaft, hart für sie zu arbeiten."

Nach der Rede holt Donald seine Melania oben ab. Sie küssen sich und gehen. Derweil geht auf Twitter die Post ab: Mrs. Trump habe bei ihrer Ansprache Teile einer alten Rede von Michelle Obama abgekupfert. Vielleicht war es nur die Bewunderung für eine Frau, für die selbst ihr Mann einst ein Faible hatte. Noch 2012 lobte er die First Lady für ihre beherzten Worte. Natürlich via Twitter.

 

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Darum lacht die Welt über Melania Trump Dieser Coup ging wohl nach hinten los 00:02:15
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