'Meine erfundene Frau': Aniston & Kidman im Bikini-Contest

3,5 von 5 Punkten

Auch wenn Jennifer Aniston in ihrem neuen Film „Meine erfundene Frau“ keine neuen Facetten von sich zeigen kann, beweist sie immerhin eines: Sie kann im Bikini immer noch locker mit der jüngeren Konkurrenz mithalten. In der Hollywood-Komödie macht sie als falsche Noch-Ehefrau von Adam Sandler nicht nur schauspielerisch eine bessere Figur als ihre halb so jüngere Gegenspielerin Brooklyn Decker.

Nachdem Danny Maccabee (Adam Sandler, ‚Chuck und Larry’, ‚Leg dich nicht mit Zohan an’) am Hochzeitstag erfahren hat, dass seine Verlobte ihn betrügt, beschließt er nie wieder eine ernste Bindung einzugehen. Zu diesem Zweck gibt sich der Schönheitschirurg als verheirateten Mann aus und kommt damit trotzdem erstaunlich gut bei den Frauen an. Blöd nur, dass er sich eines Tages Hals über Kopf in das naive Blondinchen Palmer (eintönig: Brooklyn Decker) verliebt, von der er sich mehr als nur ein One-Night-Stand erhofft. Statt die Lüge richtig zu stellen, spinnt Danny die Geschichte weiter und stellt seine Assistentin Katherine (Jennifer Aniston, ‚Umständlich verliebt’, ‚Der Kautions-Cop’) als Ehefrau aus, von der er sich so schnell wie möglich scheiden lassen will. Verzwickter wird das Ganze, als auch noch Katherines Kinder, Michael (Griffin Gluck) und Maggie (Bailee Madison) in die Sache verwickelt werden und das Lügenkonstrukt aufzufliegen droht.

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Das Highlight: Ein Hula-Tanz-Battle zwischen Aniston und Kidman

Das Comedy-Paar Jennifer Aniston und Adam Sandler erweist sich als gut eingespieltes Team, bei dem die Chemie stimmt. Mit viel Witz und Charme verkörpert Aniston die sympathische Rolle der Rebecca, die mit Palmer um Dannys Gunst kämpft. Schauspielerisch gibt es aber keine Glanzleistungen von Jennifer Aniston zu sehen, spielt sie doch wie so oft ‚America’s Sweetheart’ ohne Ecken und Kanten: Eine geschiedene Frau, die auf der Suche nach ihrem Mr. Right ist, also nicht viel anders als im wahren Leben.

Das absolute Highlight des Films ist der überraschende Gastauftritt von Nicole Kidman. Als exzentrische und veroperierte Society-Lady setzt sie sich in der Rolle von Anistons Erzrivalin herrlich selbstironisch in Szene. Vor allem das Hulatanz-Battle zu dem Kidman Aniston auffordert, zeigt die humorvolle Seite der zwei Hollywood-Ladys, die ihre durchtrainierten Körper alles andere als verstecken müssen.

Die Film-Kinder sind mit Bailee Madison und Griffin Gluck brillant besetzt, die es zwischendurch sogar schaffen, den zwei Hauptdarstellern die Show zu stehlen. Auf die völlig überzeichnete Rolle von Dannys zurückgebliebenem Cousin Eddie (Nick Swardson) hätte man dagegen gut und gerne verzichten können. Dieser überschreitet mit anspruchslosem Fäkalhumor und peinlichen Slapstickeinlagen wie man sie schon aus Vorgänger-Filmen des Regisseurs Dennis Dugan kennt („Kindsköpfe“ und „Leg dich nicht mit Zohan an“), so manches Mal über die Grenzen des guten Geschmacks. Blendet man diese Entgleisungen jedoch aus, ist der Film definitv einen Kinobesuch wert.

Von Mariana Jang

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