Hollywood Blog by Jessica Mazur

Mehr Geld als Verstand: Wer was auf sich hält trägt einen 'Teacup Dog'

Mehr Geld als Verstand: Wer was auf sich hält trägt einen 'Teacup Dog'
Mehr Geld als Verstand: Wer was auf sich hält trägt einen 'Teacup Dog' © Bildquelle: dpa

von Jessica Mazur

Bye Bye, Birkin Bag! Die Edelhandtasche aus dem Hause 'Hermes' hat als Must-Have-Accessoire ausgedient. Wer derzeit in Hollywood etwas auf sich hält, trägt etwas anderes am Arm oder besser gesagt auf dem Arm: Einen Maltipoo oder Morkie mit prominenter Verwandtschaft. Einen so genannten 'Teacup Dog', also einen Hund, der so klein ist, dass er quasi in eine Teetasse passen würde, mit sich herum zu schleppen, gehört ja längst zum Stadtbild in L.A. Paris Hilton machte mit Tinkerbell den Anfang und zahlreiche Promis folgten ihrem haarigen Beispiel.

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Besonders angesagt sind dabei Maltipoos (Malteser-Pudel Mischlinge) und Morkies (Malteser-Yorkshire Terrier Mischlinge). Diese Hunde fallen in Hollywood unter die Bezeichnung 'Designer Breed', auf Deutsch: Designerzucht. Klingt schick und ist es wohl auch. Denn wenn jedes Kleidungsstück am Körper ein Markenartikel ist, darf der Hund auf dem Arm natürlich keine Ausnahme sein. So einen No-Name-Köter kann sich schließlich jeder leisten... Da sich einen Maltipoo oder einen Morkie allerdings auch fast jeder leisten kann, haben sich die Züchter jetzt einen neuen Clou ausgedacht.

Ein texanischer Hundezüchter hat sich nämlich darauf spezialisiert 'Teacup Dogs' zu verkaufen, die aus 'berühmten' Familien stammen. Berühmt im Sinne von prominent. Soll heißen, der Züchter wirbt damit, Welpen anzubieten, die mit den haarigen Hündchen der Hollywood Stars verwandt sind. Gegenüber der 'New York Post' gab der Züchter an, dass zukünftige Hundebesitzer allen Ernstes bereit sind, bis zu 65.000 Dollar (knapp 50.000 Euro) für ihren Welpen auszugeben, wenn dieser nachweislich verwandt ist mit den Hunden von Rihanna, Miley Cyrus, Jessica Simpson und Co. Total verrück! Doch eine Kundin namens Annelise Peterson verteidigt ihren Wunsch nach einem Vierbeiner mit prominentem Background folgendermaßen: Eine Birkin-Handtasche hat vielleicht einen Henkel, aber keinen Twitter-Account. Die Dame ergatterte nämlich einen Maltipoo namens Winnie, der aus der gleichen Familie stammt, wie Blake Livelys Hund Penny. In dessen Namen veröffentlicht sie jetzt Tweets. Natürlich, was auch sonst...

Trotz des heftigen Preisschilds war Winny, der übrigens in einer pinkfarbenen Box via Flugzeug geliefert wurde, aber gar nicht so leicht zu ergattern. Ein berühmter NHL-Spieler war nämlich ebenfalls ganz scharf auf den Cousin dritten Grades (oder was auch immer) von Blake Livelys Penny und hatte schon das Scheckbuch gezückt. Jaha, die Blutsverwandten der Promihunde sind so begehrt, dass um Klein-Winny sogar ein handfester Wettstreit entfachte. Was soll man dazu noch sagen? Außer: typischer Fall von 'Mehr Geld als Verstand'...

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Mehr Geld als Verstand: Wer was auf sich hält trägt einen 'Teacup Dog'
© Bild: Jessica Mazur