Meghan Trainor bedankt sich mit ihrem zweiten Album 'Thank You' für die Unterstützung

Meghan Trainor
Meghan Trainor fühlt sich wohl in ihrer Haut. Foto: Sony Music © DPA

Meghan Trainor singt "NO" - und alle schreien Ja. Nach "Title" hat die 22-jährige US-Amerikanerin jetzt ihr zweites Album namens "Thank You" (Sony Music) veröffentlicht. Trainor möchte sich damit für die Unterstützung bedanken, die sie in den vergangenen Jahren als Künstlerin erfahren hat.

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Die steile Karriere, die sie seit ihrem weltweiten Hit "All About That Bass" (2014) hinlegte, klingt wie der Prototyp des amerikanischen Traums: Von der schüchternen High-School-Schülerin zur Grammy-Gewinnern als "Beste Newcomerin". "'All About That Bass' hat mein Selbstvertrauen gerettet und mir Zuversicht gegeben, wie ich sie nie hatte, von der ich nicht wusste, dass ich sie überhaupt hatte", sagte die bodenständige Trainor in London auf ihrer Promotion-Tour für das neue Album.

Die 22-Jährige, die mehrere Instrumente spielt, hat schon früh angefangen, Lieder zu schreiben - zunächst noch für andere, bevor Epic Records sie mit "All About That Bass" unter Vertrag nahm. Die Single avancierte zur Hymne gegen das dominant dünne Schönheitsideal. Zwei Jahre später erhielt sie im Februar ihren ersten Grammy.

Ihr neues Selbstbewusstsein habe sie zum Motto des nächsten Albums gemacht. Dafür sprechen Titel wie "Watch Me Do", "I Love Me" und ihre aktuelle Single "NO". Auffallend und durchaus überraschend an ihren neuen Stücken ist der bunte Mix aus verschiedenen Musik-Stilen. So finden sich beispielsweise Elemente aus Jazz, Gospel, Hip-Hop, R&B und Reggae - nicht unbedingt das, was man von Meghan Trainor erwarten würde.

"Das sind Songs und Genres, die ich immer schon in mir hatte und immer schon geschrieben habe, aber nicht jeder weiß das. Viele Leute wissen immer noch nicht, dass ich diese Lieder selbst schreibe und produziere", erklärte die 22-Jährige. "Mit diesem Album wollte ich wirklich experimentieren und etwas Neues probieren. Und mein Label und mein Team waren begeistert."

Mit der ersten Single-Auskopplung "NO" ist Trainor in Deutschland, den USA und Großbritannien unter den Top 20. Der Song entstand nach einer Meinungsverschiedenheit mit ihrem Labelchef L.A. Reid, so die Grammy-Gewinnerin. "Ich spielte ihm mein Album vor und er sagte 'Du hast keine Singles' und ich sagte 'Du liegst falsch'. Er meinte 'Ich brauche einen Zünder, einen Song, den sich jeder wünschen würde' und ich verließ das Treffen und schrieb 'NO'."

Wie der Titel schon andeutet, geht es um die Macht des einfachen Wortes "Nein" und die Freiheit, diese zu nutzen. Trainor singt "My name is no, my sign is no, my number is no - you need to let it go" (Etwa: Mein Name ist ein Nein, mein Sternzeichen ist ein Nein, meine Nummer ist ein Nein - gib es auf). Sie habe damals realisiert, dass sie sich noch mehr anstrengen müsse. "Ich schrieb sechs weitere Songs, wie 'Watch Me Do', und wir haben 'I Love Me' und 'Better' kreiert. Ich habe einfach einen anderen Weg eingeschlagen."

Mit "Thank You" ändert die 22-Jährige nicht nur ihren Musikstil radikal, sondern auch ihr Image. Die einst langen blonden Haare sind nun kürzer und feuerrot, die bunten, verrückten Kleider einem lässig-coolen Stil gewichen. "Ich bin nicht mehr das 50er-Jahre Doo-Wop-Mädchen", stellte Trainor klar. "Ich ziehe das an, was mir gefällt, und nicht jeden Tag nur Röcke." Im Video zu "No" ist das bereits ganz gut zu erkennen.

Die Deluxe-Version ihrer neuen Platte "Thank You" beinhaltet 15 Titel. Drei davon sind in Zusammenarbeit mit weiteren Künstlern entstanden. Trainor arbeitete mit Sänger und Songwriter LunchMoney Lewis ("Bills"), Rapper Yo Gotti ("Down In The DM") und dem Duo R. City ("Locked Away"). Im Song "Mom" ist sie sogar zusammen mit ihrer Mutter Kelli Trainor zu hören.

Neben tanzbaren Titeln und solchen mit neuem Hymnen-Potenzial verspricht sie auch softere Töne, wie die Ballade "Hopeless Romantic", die sie ganz besonders mag. "'Hopeless Romantic' ist ein anhaltender Sound, auf den ich sehr stolz bin."


dpa

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