Maximilian Schell – ein Leben voller Leidenschaft

Schauspieler Maximilian Schell
Der Schauspieler und Künstler Maximilian Schell © picture alliance/KEYSTONE, DELAY

Man nannte ihn das Film-Genie

Als Maximilian Schell am 1. Februar 2014 im Alter von 83 Jahren in Innsbruck nach einer Rückenoperation starb, war er nicht alleine. Seine 48 Jahre jüngere Frau Iva war bei ihm und hielt ihm die Hand. Es war das letzte Symbol dafür, dass im Leben dieses in aller Welt bewunderten Schauspielers und Künstlers die Liebe eine wirklich große Rolle spielte.

- Anzeige -

Seine Kindheit war turbulent gewesen. Maximilian kam am 8. Dezember 1930 in Wien zur Welt. Der Vater war Schriftsteller, die Mutter Schauspielerin. Er hatte drei Geschwister, unter ihnen die Schauspielerin Maria Schell. Während der Hitlerjahre zog die Familie von Wien in die Schweiz.

Er studierte Geisteswissenschaften und Musik, wurde dann aber sehr schnell Schauspieler und Regisseur. Seine Karriere verlief wie im Bilderbuch. Viel chaotischer war dagegen sein Liebesleben. Die Frauen beteten ihn an und man sagte ihm viele Affären nach, unter anderem mit Sofia Loren. Mit Soraya, der früheren Kaiserin von Persien, soll er sogar eine dreijährige Beziehung gehabt haben. Mitte der 80er-Jahre heiratete er schließlich. Seine Auserwählte war die russische Schauspielerin Natalja Andreitschenko, die er bei den Dreharbeiten zu ‘Peter der Große’ kennen gelernt hatte. Mit ihr bekam er Tochter Nastassja. 2002 trennte sich das Paar.

2007 inszenierte er die Operette ‘Wiener Blut’ und lernte dabei die Sängerin Iva Mihanovic, eine blonde Schönheit deutsch-kroatischer Abstammung kennen. Trotz eines Altersunterschieds von 48 Jahren heiratete das Paar 2013 und träumte von gemeinsamen Kindern. Sie sei die einzige Frau, die je verstanden habe, wie wichtig ihm seine Freiheit sei, sagte er.

Nur ein halbes Jahr später brach Maximilian Schell bei Dreharbeiten zusammen. Er musste sich im Krankenhaus von einer Lungenentzündung erholen. Zehn Tage später klagte er über Rückenschmerzen. Die Ärzte führten im Landeskrankenhaus Innsbruck eine Operation durch, aus der er nie mehr erwachte. Maximilian Schell hinterließ laut seiner Witwe kein Testament.

— ANZEIGE —