Max Riemelt kritisiert deutsche Produktionen

Max Riemelt kritisiert deutsche Produktionen
Max Riemelt © Cover Media

Max Riemelt (31) glaubt, dass es in Deutschland schwieriger ist, gute Produktion zu entwickeln.

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"Zu viele Kompromisse"

Der Schauspieler ist seit vergangener Woche in der Netflix-Serie 'Sense8' zu sehen und war von der Arbeit für den Video-on-Demand-Service schwer beeindruckt. Da Netflix "nicht die Fernsehregeln von Amerika oder Deutschland aufgedrückt" bekomme, hätten die Macher "totale kreative Freiheit", erklärte er im Interview mit 'Cover Media'. Bei der Arbeit für deutsche TV-Formate sei das anders. "In Deutschland ist es manchmal ziemlich schwer, ein gutes Produkt zu entwickeln, weil zu viele Leute mitreinreden und man zu viele Kompromisse machen muss. Dadurch ist überhaupt kein Stil mehr erkennbar. Das ist dann nicht konsequent oder radikal genug, damit man davon auch beeindruckt ist oder man mal was Neues erfährt."

Dies wirke sich sogar auf Kinoproduktionen aus, "weil selbst dort Redaktionen und Sender mitdrinsitzen, die dann tatsächlich meinen, etwas sagen zu müssen, was manchmal tatsächlich auf Kosten des Produkts geht", beklagte Max weiter.

2010 stand der Star für Dominik Grafs hochgelobte Serie 'Im Angesicht des Verbrechens' vor der Kamera. Die Produktionsfirma Typhoon AG musste noch während der Produktion in Insolvenz gehen. "Das war natürlich auch wieder ein Paradebeispiel dafür, was halt nicht funktioniert in der deutschen Fernsehlandschaft", verdeutlichte Max Riemelt weiter. "Dass diese Firma pleite gegangen ist, hat an der Fehlkalkulation gelegen. Und wenn man richtig kalkuliert, kann man halt bestimmte Sachen wiederum nicht machen. Also so leid es mir tut: Es gibt nur wenig, was mich im deutschen Fernsehen reizt."

Cover Media

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