Max Raabe: "Stille kann sehr stilvoll sein"

Max Raabe
Max Raabe © Cover Media

Bei Max Raabe (51) darf auch mal Ruhe sein.

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Vor allem nach einer Tournee

Der Musiker ('Küssen kann man nicht alleine') bringt am 28. November sein neues Album 'Eine Nacht in Berlin' heraus und erzählte, dass er in der Hauptstadt gerne mal bis zum Morgengrauen feiert. Doch schätzt er ebenso die ruhigen Momente. "Ganz besonders nach einer Tournee bin ich auch mal froh, wenn Ruhe herrscht. Stille kann sehr stilvoll sein", sagte der Nordrhein-Westfale im 'Bild am Sonntag'-Interview und ergänzte: "Manchmal ist Musik auch durchaus unpassend. Zum Beispiel in Biergärten. Da höre ich lieber das Stimmengewirr und Vogelgezwitscher der Umgebung, statt diese Dauerbeschallung, wie man sie ganz gern in Almhütten vorfindet. Aber wenn im Park ein Orchester spielt oder mal eine Blaskapelle, ist das natürlich etwas anderes. Ich habe aber noch nie ein Lokal verlassen, nur weil mir die Musik nicht gepasst hat. Nur, wenn das Bier zu warm war."

Wenn das Bier nicht zu warm ist, genehmigt er sich gerne mehr als eins. Das kann dann durchaus auch ausufern - als geübter Partygänger hat Max allerdings leider kein Patentrezept für einen fiesen Kater: "Nein und nein, den muss man in Würde ertragen und aushalten. Da gibt es kein Pardon."

Keine Entschuldigung kennt der Entertainer auch für Leute, die Geheimnisse ausplaudern - Indiskretion sei für ihn ein No-Go und er selbst könne schweigen wie ein Grab. "Ich weiß genau, dass die Dinge, die man mir erzählt, auch bei mir bleiben. Auch innerhalb des Freundeskreises würde ich nie etwas weitererzählen - das soll der- oder diejenige dann selbst machen. Oder ich frage, ob ich es derjenigen Person abnehmen kann", erklärte Max Raabe im Interview mit 'Cicero Online' und führte aus: "Alles hat seine Zeit, auch Geschichten und wann und wie und von wem sie erzählt werden. Ich bin immer sehr misstrauisch bei Leuten, die mir von anderen erzählen, weil ich denke, der spricht dann auch über mich. Ich kenne solche Leute, aber dieses Problem habe ich bei meinen Freunden nicht. Das ist wahrscheinlich die Voraussetzung, um sich als Freund zu definieren: diesen Argwohn erst gar nicht haben zu müssen."

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