Max Mutzke: Kein Interesse an einem Jury-Job

Max Mutzke: Kein Interesse an einem Jury-Job
Max Mutzke © Cover Media

Max Mutzke (34) lehnt Anfragen für Castingshows ab.

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"Habe ich immer abgelehnt"

Der Sänger ('Welt hinter Glas'), der einst selbst bei der von Stefan Raab (48) veranstalteten Talentsuche 'SSDSGPS' gewann, hat an einem Juryjob kein Interesse. "Solche Anfragen habe ich immer abgelehnt. Mittlerweile ist es ein Volkssport wie Fußball. Man muss sich im Klaren darüber sein, was im schlechtesten Fall passiert. Je nach Format ist der schlechteste Fall, man gewinnt das Ding", so Max im Interview mit 'HNA.de'.

Mit dem Gewinn von 'SSDSGPS' sicherte sich der Musiker 2004 das Ticket für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest, den er ebenfalls gewann und damit in Istanbul für Deutschland singen durfte. Damals machte er beim Wettbewerb den 8. Platz. Der um ihn ausgebrochene Hype nahm nach den Contest allerdings auch schnell wieder ab. "Das gab es unfreiwillig und freiwillig. Nach dem Grand Prix, der mir mittlerweile zu den Ohren raushängt, musste ich mich als Künstler etablieren. Das war hart", erinnerte er sich. "Es gab aber auch einen freiwilligen Rückzug: In den vergangenen zweieinhalb Jahren spielten wir mehr als 200 Konzerte, und zwar nur in Jazzclubs. In der Öffentlichkeit habe ich in dieser Zeit nicht stattgefunden."

Nun ist Mutzke aber wieder da und veröffentlichte im Juni sein neues Werk 'Max'. Das gibt es natürlich nicht nur als CD oder Download, sondern kann auch bei Diensten wie Spotify und Apple Music gestreamt werden. Eine Entwicklung, die er als "beängstigend und bedrohlich" bezeichnet. "Stell dir vor, du kaufst dir für zehn Euro einen Gutschein, für den du den ganzen Monat lang Lebensmittel besorgen kannst. Wie lang dauert es, bis es keine Metzgerei, keinen Bäcker, keinen Supermarkt mehr gibt, bei dem man gesundes, wertvolles Essen bekommt? Wir würden alle billigsten Schund, größten Schrott bekommen und irgendwann gar nichts mehr. Nur weil es möglich ist, Musik, Filme, Bücher auf diesem Weg zu bekommen, heißt es nicht, dass es okay ist", warnte Max Mutzke kürzlich im Interview mit der 'Südwest Presse'. "Musik wird durch diese Vertriebsart inflationär."

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