Max Herre: Kritik ist wichtig

Max Herre
Max Herre © coverme.com

Max Herre (40) nimmt Kritik an.

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Sie macht dich besser

Der Rapper ('Wolke 7') ist als Mentor in der deutschen Talentshow 'The Voice' tätig und muss dabei die Kandidaten kritisieren. Aber auch bei ihm stößt Kritik nicht auf taube Ohren: "Kritik anzunehmen, ist wichtig. Sie macht dich besser. Aber natürlich ist es wichtig, woher die Kritik kommt, was der, der sie abschickt, für ein Profil hat. Wenn jemand keine Ahnung von Musik hat oder mit Vorurteilen belastet ist, dann wird es schwieriger, die Kritik anzunehmen", erklärte er gegenüber '20 Minuten'.

Dem Star wurde die Ehre zuteil, in Berlin für MTV ein Unplugged-Konzert zu geben und nun gibt es auch das dazugehörige Album zu kaufen. Während für viele Künstler so ein akustisches Konzert ein Höhepunkt ist, sieht es Max Herre anders: "Nö. Für mich ist es so ein Resümee und eine Werkschau der letzten 20 Jahre meines Schaffens. Vor allem ist es eine Chance, den Leuten, die jetzt neu über 'Hallo Welt' dazugekommen sind zu zeigen, schaut her, das ist das, was bis jetzt bei mir passiert ist."

Leider fehlte Udo Lindenberg (67, 'Horizont') - mit dem Urgestein stand Herre bei dessen Unplugged-Konzert auf der Bühne und hätte sich gerne revanchiert: "Er und ich haben uns gewünscht, dass er dabei ist, aber er war in China unterwegs. Es war einfach nichts zu machen. Es grenzt sowieso an ein Wunder, dass wir einen Termin finden konnten, der allen Gästen passte. Aber klar: Dass Udo nicht dabei war, ist die kleine Träne im Knopfloch."

Der gebürtige Stuttgarter gehört zu den führenden Rappern im Land, allerdings auch zu den Älteren in der Branche. Darin sieht der Musiker aber keinen Grund, nicht weiter zu rappen, wie er gegenüber der 'Münchner Abendzeitung' betonte: "Für mich spielt mein Alter keine große Rolle. Wir sind allerdings die erste Generation, die mit Hip-Hop erwachsen geworden ist. Und dem Genre haftet immer noch das Image der Jugendkultur an. Im Rock 'n' Roll gibt es die Stones, doch im Hip-Hop gibt es niemanden, der weit über 40 ist. Jay Z ist 42 [44, Anmerkung der Redaktion] und er ist einer der Älteren. Wir müssen also für uns definieren, was es bedeutet, in dieser Kultur altersgemäß zu sein. Mit dieser Frage habe ich mich intensiv auseinandergesetzt. Hip-Hop gibt viel her und erfordert nicht, dass ich den Berufsjugendlichen mime", befand Max Herre.

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