Mats Hummels: "Emotionen gehören dazu"

Mats Hummels: "Emotionen gehören dazu"
Mats Hummels © Cover Media

Mats Hummels (27) geht mit dem Pfeifkonzert gegen sich betont locker um.

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Pfeifkonzert im Stadion

Wer am Samstag [30. April] das Spiel von Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg live im Signal Iduna Park gesehen hat, der tat gut daran, sich die Ohren zuzuhalten, wann immer Mats am Ball war: Kaum rollte das Leder in Richtung des Mannschaftskapitäns, ging ein Pfeifkonzert durch die Reihen der aufgebrachten Fans. Nur kurz zuvor hatte Mats bekannt gegeben, zum FC Bayern München - dem Erzrivalen - zu wechseln.

Mats, der 1995 als Kind beim FC Bayern seine Laufbahn begann, ließ sich auf dem Feld nichts davon anmerken, dass ihm die Buhrufe etwas ausmachten. Und auch im Nachhinein gibt sich der Bergisch Gladbacher betont entspannt. Im Interview mit 'idowa.de' sagte er:

"Es ist halt alles sehr emotional. Das ist es natürlich auch für mich. Auf dem Platz muss man das einfach ausblenden und das habe ich getan. Ich glaube, ich habe dazu beigetragen, dass wir das Spiel gewinnen konnten und dass wir eine ganz gute Saison spielen."

In der Tat gewann der BVB 5:1 gegen Wolfsburg und bescherte den Fans somit einen großartigen Nachmittag. Trotzdem bleiben Mats' Wechsel und die Schmährufe Thema Nummer 1. Der Innenverteidiger weigerte sich, die Fans als Ganzes für die Pfiffe verantwortlich zu machen. Er betonte: "Nicht die Fans. Es waren 300, die mich auch vorher nicht unbedingt immer geliebt haben. Die haben das heute als Bühne genutzt. Das ist okay. Emotionen gehören dazu. Aber ich möchte ausdrücklich sagen, dass das nicht 80.000 waren, auch nicht 8.000, sondern weniger."  

Der Wechsel scheint indes noch nicht ganz in trockenen Tüchern, der BVB und der FC Bayern München verhandeln noch. Besonders pikant ist, dass sich beide Mannschaften im DFB-Pokalfinale am 21. Mai gegenüberstehen werden, Mats Hummels spielt dann noch in Schwarz-Gelb - bis dahin sollte der Wechsel unter Dach und Fach sein. "Beide Klubs haben kein Interesse, dass die Geschichte gezogen wird. Beide wollen da vorher Klarheit schaffen", ließ Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Presse wissen.

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