Martina Gedeck: Herausforderungen bei den Dreharbeiten 

Martina Gedeck: Herausforderungen bei den Dreharbeiten 
Martina Gedeck © Cover Media

Martina Gedeck (54) fühlte sich bei den Dreharbeiten zu 'Das Tagebuch der Anne Frank' ganz wie ihre Filmfigur sehr beengt. 

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Das Tagebuch der Anne Frank 

In der Verfilmung, die derzeit in den deutschen Kinos läuft, spielt die Schauspielerin die Rolle von Anne Franks Mutter Edith. Während der Dreharbeiten gab es so einige Herausforderungen für die Besetzung, darunter auch die Enge der nachgebauten Hinterhauswohnung, in der sich die Familie verstecken musste: 

"Das war schon sehr klaustrophobisch. Ich kann mir vorstellen, dass man - mal abgesehen von der Angst und der Ungewissheit - in so einer Situation sehr seltsam werden kann. Man darf nicht vergessen, dass die Familie Frank sich tagsüber nicht bewegen durfte, um keine Geräusche zu machen", betonte Martina im 'Bild'-Interview. 

'Das Tagebuch der Anne Frank' las die Schauspielerin selbst als Schülerin, schließlich war die Nazi-Zeit bereits in ihrer eigenen Jugend ein großes Thema in der Schule. Allerdings habe sich die Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Thema in den letzten Jahren verändert:

"Man kann ja heute kaum den Fernseher anschalten, ohne irgendwo eine Dokumentation über das dritte Reich zu sehen. Ich vermute, das wird auch so bleiben. Diese zwölf Jahre waren eine Eruption in ganz Europa, die uns noch lange beschäftigen wird", erklärte sie.

Ob die Aufarbeitung allerdings gelingen wird, sei fraglich. "Ich denke aber auch nicht, dass es ums Aufarbeiten geht, sondern darum, dass man möglichst viel weiß und kennt. Diese Zeit kann niemand verstehen, der sie nicht durchlebt hat. Wir, die wir danach geboren sind, sind durch die Auswirkungen geprägt. Diese zwölf Jahre gehören zu Deutschland und das wird immer so sein", fügte sie hinzu. 

Die Beschäftigung mit diesem intensiven Thema ging natürlich auch an der Künstlerin nicht spurlos vorbei und veranlasste sie dazu, nach Drehschluss die Nähe der Kollegen zu suchen. "Normalerweise bin ich nach dem Drehschluss gerne alleine, aber da hatte ich das Bedürfnis nach Zusammensein. Tatsächlich war ich abends öfters mit den Kollegen aus", berichtete Martina Gedeck im Interview auf 'süddeutsche.de'. 

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