Hollywood Blog by Jessica Mazur

'Maroon 5'-Frontmann Adam Levine wird zum Partycrasher

Adam Levine plant neue Realityshow.
Adam Levine dreht Realityshow, in der wichtige Partys gecrashed werden. © Neilson Barnard

von Jessica Mazur

Okay, folgendes Szenario: Es ist euer Hochzeitstag. Geplant seit Monaten, in einigen Fällen vielleicht sogar seit Kindergartenzeiten. Alles läuft perfekt. Bis plötzlich... Kanye West aus der Torte hüpft und lauthals verkündet: „Surprise! It´s ME!“ Eure Reaktion: „YAY“ oder „NAY“? Über diese Frage wird hier in Hollywood gestritten, seitdem bekannt wurde, dass Adam Levine eine Realityshow dreht, die auf dem Prinzip des Maroon 5 Videos zu ‘Sugar‘ beruht. Falls ihr den Clip noch nicht gesehen habt, dann gehört ihr ohne Frage zu einer aussterbenden Art. Das Video wurde nämlich inzwischen alleine auf YouTube mehr als 800 Millionen mal angeklickt, und täglich kommen ein paar tausend neue Views hinzu. Kein Wunder also, dass Hollywood sich denkt, dass man da doch noch mehr rausschlagen muss. Und schon war die Idee zu der neuen Realityshow geboren.

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Noch mal zur Erinnerung: in dem Clip fahren die Maroon 5 Jungs durch LA mit dem Ziel, so viele Hochzeiten wie möglich zu crashen. Und die von Adam Levine mitproduzierte neue Realityshow funktioniert ganz ähnlich: normale Menschen feiern wichtige Ereignisse in ihrem Leben wie Hochzeiten, runde Geburtstage oder Bar Mitzwas und wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Promis auf, die die Party crashen. Nun reagieren die ‘überraschten‘ Brautpaare in dem ‘Sugar‘ Video alle gleich: kurzer Schock-Moment, gefolgt von glücklichem Gekreische, gefolgt von Party machen mit den Stars. Was nicht zuletzt daran liegen könnte, dass – wie Levine inzwischen eingestehen musste– die meisten Paare in dem Clip vorher eingeweiht waren.

Denn im Gegensatz zu den Brautpaaren in dem Musikvideo fallen die Reaktionen auf die angekündigte Realityshow hier in LA sehr verhalten aus. Frei nach dem Motto: Promis auf meiner Party? Die kommen hier nicht rein. Das klingt vielleicht erst einmal komisch. Schließlich gibt es genug Leute, die davon träumen, einmal einen echten Hollywood-Star kennen zu lernen. Aber hier in der City ist die Promidichte nun mal sehr hoch. Täglich gibt es irgendwo in der Stadt Events, zu denen die ‘Normalos‘ im Gegensatz zu den Promis nicht eingeladen sind.

Stattdessen stehen sie im Stau, weil mal wieder Straßen gesperrt wurden, damit die Stars in ihren Town Cars direkt bis vor den Teppich kutschiert werden können. Der ‘very important‘ Status der Stars wird einem in LA also tagtäglich unter die Nase gerieben. Und nun sollen die Promis auch noch die Hauptattraktion sein, bei den wenigen wichtigen Ereignissen im eigenen Leben, bei denen man ausnahmsweise mal selbst im Mittelpunkt steht? Da zeigen viele Los Angeles schon im Vorfeld der Show die rote Karte. Thanks, but no thanks! Celebrities unerwünscht. Man darf also gespannt sein, wie viele fröhliche Opfer die TV Kameras für die erste Episode tatsächlich einfangen können. Aber zur Not gilt vermutlich die gleiche Devise, wie in dem ‘Sugar‘ Video: If you can´t make it, fake it...

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Autorin Jessica Mazur
Hollywood-Blog Autorin Jessica Mazur