Marius Müller-Westernhagen wird nicht älter

Marius Müller-Westernhagen
Marius Müller-Westernhagen © Cover Media

Marius Müller-Westernhagen (65) wird "momentan nicht älter", stellt dafür aber andere Veränderungen an sich fest.

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Sondern Hypochonder

Der 'Bild'-Zeitung erzählte der Rocker ('Sexy'), wovon er nach seiner Mega-Karriere noch träumt: "Von Songs. Aber mittlerweile vergesse ich sie sofort wieder." Auf die Frage, ob das Vergessen eine Alterserscheinung sei, witzelte der Meister: "Ich werde momentan nicht älter - höchstens Hypochonder. Bei Grippe-Anzeichen sitze ich mit Vitamin-Infusion im Arm beim Arzt."

Am 25. April legte Westernhagen sein 19. Studioalbum 'Alphatier' vor, das sofort auf Platz 1 der Charts ging. "Der Druck ist raus, aber die Luft noch da. In der Platte steckt insgesamt viel Liebe", erklärte der Düsseldorfer den Erfolg und grinste: "Wer Mails zwischen der Band liest, denkt, wir sind ein Haufen meist altersschwuler Musiker geworden." Neben der obersten Chartposition stellt Marius Müller-Westenhagen mit 'Alphatier' gleich einen Rekord auf: Er wird 10 Singles als Musikvideo auf den Markt bringen! Warum macht er sich diese Mühe? "Die Leute rennen heute nicht mehr in die Läden und kaufen kiloweise Platten. Aber: Ich bin auch kein Fan von MP3, weil ein Song da kaum 10 Prozent Seele hat. Warum also nicht die Musik sichtbar machen für jene, die Musik im Internet erleben wollen?"

Sein neues Album nennt der Star übrigens laut 'zeit.de' seine "Befreiungsplatte" - mit diesen Songs habe er sich von "Abhängigkeiten, Konventionen, Druck" lossagen wollen. Denn: Der Musiker hatte zum Jahrhundertwechsel zunehmend das Gefühl, er sei zu einer Marke geworden. Das Problem dabei: "Dann hast du nicht mehr das Publikum, das sich wirklich für deine Sachen interessiert, sondern die Leute gehen zu deinen Konzerten, weil alle drüber reden und man halt dabei sein will." Nach jahrelangem Megaerfolg drohte alles dem Künstler zu viel zu werden. "Als ich 1999 aufgehört habe, in Stadien zu spielen, konnte ich meinen eigenen Namen nicht mehr hören. Ich war richtig angeekelt", gestand er. 2006 trennte sich Marius Müller-Westernhagen von seinem Plattenlabel Warner und ist seitdem sein eigener Herr.

 

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