Marion Cotillard: Mahnung an die Franzosen

Marion Cotillard
Marion Cotillard © Cover Media

Marion Cotillard (38) kritisiert ihre Landsleute.

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Seid nicht so vermessen!

Die französische Schauspielerin ('Inception') lebt zwar mit ihrem Lebensgefährten Guillaume Canet (41, 'Liebe mich, wenn du dich traust') und dem gemeinsamen dreijährigen Sohn Marcel in ihrer Geburtstadt Paris, kommt aber nicht immer mit der Bevölkerung ihrer Heimat klar. So seien die Franzosen ihrer Meinung nach teilweise nämlich vermessen und zu verschlossen. "Das letzte Mal, das ich hier gelebt habe, war ich schwanger", erinnerte sich Marion im Gespräch mit der britischen Zeitschrift 'Stylist'. "Ich bin also dabei, mich wieder in Frankreich zurecht zu finden. Da ist diese Energie all dieser wunderbaren Menschen, die dieses Land und diese Stadt kreiert haben. Aber ich habe das Gefühl, dass wir uns der Welt öffnen müssen. Wir müssen aufhören zu denken, dass wir bei allem die Besten sind; das stimmt ja nicht mal", musste die Leinwand-Schönheit zugeben. "Es ist zwar gut, selbstbewusst zu sein, aber in gewisser Hinsicht muss man auch von anderen lernen." Trotzdem sei die französische Hauptstadt "wunderschön", schwärmte Marion.

Nicht nur auf den Straßen von Paris kann man die brünette Darstellerin sehen, auch die Kinos macht sie regelmäßig mit ihren Filmen unsicher. Ende Oktober läuft beispielsweise das Drama 'Zwei Tage, eine Nacht' an, in dem sie eine depressive Frau spielt, die ihre Kollegen überzeugen muss, auf ihre Bonuszahlung zu verzichten, damit sie ihren Job behält. Mit Depressionen kennt sich Marion auch selbst ein bisschen aus, wie sie in dem Interview gestand. "Ich weiß, wie es ist, das Gefühl zu haben, nicht am richtigen Punkt [in seinem Leben] zu sein. Das ist etwas, was ich selbst schon erlebt habe. Meine Eltern haben mir beigebracht weiterzumachen, wenn ich festsitze, und ich habe die Stärke, mich nicht aufzugeben. Aber ich stand einst kurz vor einer Depression. Bei [diesem Film] wusste ich also, wie es ist, verloren und schmerzerfüllt zu sein und nicht zu wissen, woher genau das kommt oder wie man es stoppen oder damit umgehen kann", erklärte die Oscarpreisträgerin.

Neben solch kleinen Produktionen dreht sie übrigens auch gerne mal Hollywood-Blockbuster, wie zum Beispiel Christopher Nolans 'The Dark Knight Rises'. Auf die Frage, welche Art von Film ihr besser gefalle, weiß sie aber keine Antwort. "Ich wähle meine Projekte, weil ich glaube, dass ich dazu gehöre, und weil ich sie liebe - das trifft auch auf Blockbuster zu." Zum Vorbild nimmt sie sich Film-Ikone Peter Sellers († 54, 'Der rosarote Panther'), der es schaffte, sich in allen möglichen Genres zu etablieren. "Ich hab's zwar noch nicht in eine Komödie geschafft, aber das ist einer meiner Träume", gab Marion Cotillard preis.

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