Mario Adorf: "Niemand kann mich zum Ruhestand zwingen"

Mario Adorf
Mario Adorf © coverme.com

Mario Adorf (83) ist ab dem 3. April in seinem neuen Film 'Der letzte Mensch' im Kino zu sehen - von Schauspiel-Rente will er nichts hören.

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Alt ist interessant

In 'Der letzte Mensch' verkörpert die Leinwand-Ikone ('Die Blechtrommel') einen Juden, der den Holocaust überlebt hat. Solche Charaktere seien natürlich nichts für junges Gemüse. "Die Schauspielerei kennt keine Altersgrenze, niemand kann mich zum Ruhestand zwingen. So lange ich geistig und körperlich dazu in der Lage bin und Spaß an meiner Arbeit habe, mache ich weiter. Wir alten Menschen sind interessant, und diese Rollen wollen gespielt werden", befand er im Interview mit 'Blick.ch'.

Der Darsteller sieht topfit aus und ist gesund und munter wie eh und je - das dürfe auch gerne noch ein Weilchen so bleiben. "Ich schiebe das auf meine Gene. Was meine Gesundheit anbelangt, darf ich mich glücklich schätzen. Und ich habe ganz gewiss nichts dagegen, wenn die kleinen Defizite, die das Alter so mit sich bringt, noch etwas auf sich warten lassen. Wenn ich andere Männer sagen höre, eine jüngere Frau sei der Jungbrunnen, dann schmunzle ich nur. Das ist Blödsinn und funktioniert doch nicht."

Für Adorf selbst funktioniert vielmehr seine Ehe mit seiner Frau Monique, mit der er seit 46 Jahren zusammen und seit 29 Jahren verheiratet ist. Skandale, Scheidungen und Schlammschlachten - nichts für den gestandenen Schauspieler. "Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die anfängliche Verliebtheit irgendwann vergeht. An ihre Stelle rückt die Vertrautheit. Wir streiten uns, aber lachen danach darüber und sind uns nicht gram. Wir sehen uns beim Altern zu, akzeptieren das, denn wir schätzen und lieben uns. So simpel ist unser Liebesgeheimnis."

Früher habe er seine Ehefrau aufgrund seines Jobs leider etwas vernachlässigt, heute nimmt er sie so oft es geht zum Filmset mit und übertreibt es mit der Arbeit nicht. Das betonte er im Gespräch mit 'Tikonline.de': "Es gibt immer noch viele freie Tage, Freiräume und auch Privatleben."

Auf weitere Dreharbeiten hat Mario Adorf jedenfalls große Lust: "Das macht mir Spaß und ich hoffe, dass noch einige Filme dazukommen."

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