Mario Adorf lebt im Hier und Jetzt

Mario Adorf
Mario Adorf © Cover Media

Mario Adorf (83) kostet seine Zeit aus.

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Er genießt seine Tage

Der Leinwandstar ('Gegengerade') ist seit Jahrzehnten gut im Geschäft, möchte sich aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und nur noch in Erinnerungen schwelgen. "Ich bin kein großer In-die-Vergangenheit-Schauer. Man erinnert sich zwangsläufig, wenn man gefragt wird", erklärte der gebürtige Schweizer im Interview mit 'Kurier.at' und räumte ein, dass er auch nicht viele Gedanken an die Zukunft verschwende: "Mit der Zukunft gehe ich maßvoll um, weil mir nur eine sehr begrenzte - zwar unbestimmte - bleibt. Es ist mir bewusst, dass die Zeit immer weniger wird, mit jedem Tag. Das muss man ausnützen und genießen."

Aus diesem Grund spielt Mario Adorf auch kein Theater mehr. "Die Proben- und Spielzeit ist für mich zu zeitraubend geworden. Ich nütze die verbleibende Zeit lieber anders", erklärte er. "Ich schreibe viel, und Filme mache ich auch noch gerne. Die gehen schnell."

Dass er auch im Alter immer noch so fit ist und seinen Beruf ausüben kann, schob er unlängst seinen "guten Genen" zu und war sich im Gespräch mit der 'Münchener Abendzeitung' sicher: "Irgendwann wird es einen Schlag oder Unglück geben - und dann ist Schluss." Angst vorm Ende habe er zwar, "aber nicht so, dass es mir schlaflose Nächte bereitet. Sondern ich sage einfach, solange ich Spaß habe, solange ich weiter machen kann, solange ich noch eine Rolle spielen kann, gehört dies zu meinem gespielten Leben. Das Altern ist ein sehr langsamer und unmerklicher Prozess."

Mario Adorf zählt zu den bekanntesten Schauspielern Deutschlands. So spielte er neben Theaterauftritten unter anderem in Filmen wie 'Die Blechtrommel' und 'Momo', Fernsehproduktionen wie 'Die Affäre Semmeling' und 'Der große Bellheim' mit und wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2012 bekam er beispielsweise die Goldene Kamera für sein Lebenswerk. Zuletzt war Mario Adorf in 'Der letzte Mentsch' zu sehen.

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