Mario Adorf bleibt lange gelassen

Mario Adorf
Mario Adorf © Cover Media

Es gibt Dinge, die Mario Adorf (84) nicht vergeben kann.

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Kann aber auch laut werden

Der legendäre Schauspieler hat in seinem Leben schon oft den Bösewicht auf der großen Leinwand verkörpert, angefangen mit seiner Rolle als angeblicher Serienmörder Bruno Lüdke (†36) in 'Nachts, wenn der Teufel kam'. Ab Februar 2015 geht der Star auf Lesetour und präsentiert Geschichten aus seinem Schauspielerleben, die er in seinem Buch 'Schauen Sie mal böse' festgehalten hat.

Höchste Zeit also, Adorf zu fragen, wie er böse definieren würde: "Es ist kein Zustand, sondern die Entwicklung einer Person. Niemand kommt böse zur Welt."

Er selbst bleibt lange gelassen und wird nie "richtig böse", höchstens mal laut, fuhr der Star fort und enthüllte auch, womit man ihn auf die Palme bringen könne: "Mit Unzuverlässigkeit. Und mit Verrat. Ich bin nicht nachtragend, kann kleines Unrecht vergessen. Verrat kann ich jedoch nicht verzeihen."

'Schauen Sie mal böse' ist übrigens kein Zufallstitel: Diesen Satz sagte der amerikanische Regisseur Robert Siodmak (†72) zu Adorf, als er 'Nachts, wenn der Teufel kam' inszenierte. Was die Zuschauer auf dieser Leserreise erwartet, enthüllte der Leinwandstar im Gespräch mit 'Deutschlandfunk': "Es geht in erster Linie um meine Anfänge. Das ist offenbar etwas, was die Menschen mehr interessiert als die Erfolgsgeschichten der späteren Jahre. Es ist natürlich auch sehr schön, wenn junge Menschen mich fragen: Wann hast du gemerkt, dass du Schauspieler werden willst? Wie hast du es geschafft? - Das sind Fragen, die mir gestellt werden, die ich gern beantworte", betonte Mario Adorf.  

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