Margarita Broich über die Hassliebe zu ihrem "Tatort"-Auto

Margarita Broich über die Hassliebe zu ihrem "Tatort"-Auto
Margarita Broich spielt im Frankfurter "Tatort" die Kommissarin Anna Janneke; ihr Auto ist ein ganz besonderer Porsche © HR/Degeto [Screenshot]

Am 6. September um 20.15 Uhr war endlich die "Tatort"-Sommerpause zu Ende. Zum Auftakt der neuen Saison ermittelten die Schweizer Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) in "Ihr werdet gerichtet". Der erste deutsche "Tatort" folgt am Sonntag, den 13. September mit einem neuen Fall aus Frankfurt. Dort gehen nach dem Abgang von Joachim Król (Hauptkommissar Frank Steier) seit Mai dieses Jahres die Hauptkommissare Anna Janneke alias Margarita Broich (55) und Paul Brix alias Wolfram Koch (*1962) auf Spurensuche.

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Eine "alte Kartoffel"

Doch Broich erklärt im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass sie von ihrer neuen Rolle zunächst enttäuscht gewesen sei. "Im ersten Drehbuch hatte ich noch nix, keinen Mann, keine Wohnung, kein Auto", so die Schauspielerin, die im wahren Leben mit Ex-"Tatort"-Kommissar Martin Wuttke (53) liiert ist. Doch im zweiten Drehbuch zu ihrem neuen Fall "Hinter dem Spiegel" (13. September, ARD, 20.15 Uhr) habe sie gelesen: Janneke fährt vom Parkplatz. "Da gingen bei mir alle Alarmglocken an. Und wie es meine Art ist, habe ich dann sofort beim Sender angerufen und gesagt: Leute, jetzt gebt mir bitte keinen Polo oder so was. Ich will ein Auto, das mir Spaß macht."

 

"Mittlerweile liebe ich dieses Auto"

 

Und ihrem Wunsch wurde entsprochen - zumindest fast. Als Wagen darf sie nun nämlich einen Porsche 924 fahren. Aber "keinen richtig geilen", wie sie einräumte. Das sei nicht gegangen, "weil Richy Müller ["Tatort" Stuttgart] schon so einen fährt", erklärte Broich. "Deswegen hat man mir diese alte Kartoffel dahingestellt. Am Anfang dachte ich nur: Was ist das denn für eine Farbe? Aber mittlerweile liebe ich dieses Auto und finde es total cool, auch wenn es hinten ein bisschen verkorkst ist - da sieht es aus, als würde man ihm unter den Rock gucken. Aber vorne die Augen, die haben etwas Laszives, wie ein Kamel."

Hergeben will sie ihren fahrbaren Untersatz nun aber nicht mehr. "Der bleibt. Wenn er nicht zusammenbricht. Das Auto muss ja wenigstens so gut funktionieren, dass es den Dreh nicht aufhält. Die Zündung muss schon gehen, ich kann den ja nicht durchs Bild tragen", so Broich. Dass sie, die Lebensgefährtin des ehemaligen Leipziger "Tatort"-Ermittlers, nun auch als Kommissarin im Ersten zu sehen ist, findet die Mutter zweier Söhne (15 und 22) skurril: "Schon witzig, weil wir beide bis dahin ein eher ambivalentes Verhältnis zur Polizei hatten."

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