Marcus Mittermeier: So erlebte er die Geburt seiner Kinder

Marcus Mittermeier: So erlebte er die Geburt seiner Kinder
Schauspieler Marcus Mittermeier ist am Dienstag im TV-Film "Die Hebamme II" zu sehen © ddp images

Im Historienthrillerdrama "Die Hebamme II" (16.2., 20.15 Uhr, Sat.1) geht es vor allem auch um Emanzipation: Hebamme Gesa, gespielt von Josefine Preuß (30), möchte in einer Zeit Medizin studieren, in der das Frauen noch nicht erlaubt ist. Welche Rolle die Hebammen bei den Geburten seiner eigenen drei Kinder gespielt haben, verrät Schauspieler Marcus Mittermeier (46) im Interview mit spot on news. Der 46-Jährige spielt im Film einen wirren Mediziner.

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Mediziner in "Die Hebamme II"

In "Die Hebamme II" geht es um eine Frauen-Emanzipationsgeschichte, aber es gibt auch viele Thriller-Elemente. Was halten Sie von der Kombination?

Marcus Mittermeier: Genau, und diesen Ansatz finde ich sehr gut. Bei "Die Ungehorsame" (2015, Sat.1) wurde ebenfalls auf eine sehr mainstreamige Art ein ernstes Thema unterhaltsam angepackt. Im Gegensatz dazu wird eine pädagogisch wertvolle Aufbereitung solcher Stoffe oft sehr schwergängig.


Werden die Produktionen, egal ob öffentlich-rechtlich oder privat, generell anspruchsvoller?

Mittermeier: Ich denke schon. Durch die Konkurrenz im Internet spüren wir in der Film- und Fernsehbranche schon, dass man nicht mehr alles abliefern kann. Das ist auch gut so.


Auf Ihrem Twitter-Account haben Sie die Serie "Deutschland 83" kommentiert. Zuletzt lief auch die von Kritikern hochgelobte Serie "Die Stadt und die Macht". Warum sind die Quoten trotzdem so schlecht?

Mittermeier: Die Quote ist die Quote, das ist die eine Währung. Weil das Fernsehpublikum aber zu vielschichtig ist, sollte man solche Serien-Projekte quotenunabhängig betrachten. Es ist einfach tolles Fernsehen, was Macher, Kritiker und andere Experten ja bestätigen.


Zurück zur "Hebamme". Sie sind selbst Vater von drei Kindern. Da hat sich vielleicht die Hebammen-Frage auch mal gestellt?

Mittermeier: Eine Geburt ist etwas sehr besonderes und eine Hebamme spielt dabei eine große Rolle. Meine Frau und ich waren beim ersten Kind noch relativ jung und unbedarft; ich war 26 und selbst noch mit dem Erwachsenwerden beschäftigt. Schwangerschaft und Geburt waren ein riesengroßes Mysterium. Trotzdem haben wir kein großes Brimborium darum gemacht. Wir haben einfach geschaut, wie es die anderen machen und so haben wir es dann auch gemacht. Und darüber bin ich froh.


Im Film haben Sie ausnahmsweise mal lange Haare. Sind die echt?

Mittermeier: Nein, das war eine Perücke, aber super gemacht. Wie überhaupt die ganze Ausstattung, Kostüm und Maske enorm gut und leidenschaftlich umgesetzt waren. "Die Hebamme II" war mein erster Historienfilm und wie da gearbeitet wurde, das war schon wirklich beeindruckend.


Die Totenköpfe sind auch zum Fürchten...

Mittermeier: Ja, Wahnsinn! Einen davon habe ich in der Hand halten müssen und dann sollten da noch echte Maden herumkriechen. Aber als alles eingerichtet war, Bild und Licht etc., hat die eine Made nicht mehr mitgespielt - vielleicht ist sie eingeschlafen? Auf jeden Fall musste sie dann ausgetauscht werden. Derweil ist mir fast der Arm abgefallen. Das war schon wirklich eine Überwindung - und eine total skurrile Situation.



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