Manuel Andrack über die Wanderlust der Deutschen

Manuel Andrack
Manuel Andrack ist gern in der Natur unterwegs. Foto: Thomas Frey © DPA

Beim Wander-Boom gibt es nach Ansicht von Experte Manuel Andrack einen Trend zur Spezialisierung: "Jeder sucht sich seine Nische", sagt der Wanderbuchautor im saarländischen Püttlingen der Deutschen Presse-Agentur.

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Bei vielen jüngeren Leuten seien derzeit mehrtägige Trekkingtouren beliebt. Gleichzeitig würden verstärkt kürzere Wege von Familien mit Kindern oder älteren Menschen nachgefragt. "Wanderwege und Publikum spezialisieren sich immer mehr", sagt der 51-Jährige. Ganz neu gebe es jetzt das "Premium-Spazierwandern" mit Wegen meist über etwa fünf Kilometer.

Ein Ende des Wander-Booms sei nicht in Sicht. "Wenn man jetzt auch sieht, dass die Urlaubsziele nicht mehr werden durch international angespannte Lagen und Sicherheitsrisiken, dann überlegt man sich doch, ob man nicht mal einen Urlaub im Bayerischen Wald macht. Oder eben in Rheinland-Pfalz oder im Saarland, um dort die Natur zu genießen", sagt Andrack. Zudem spielten die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit dem Trend in die Hände. Und ein Imagewandel: Jüngere Leute fänden Wandern längst nicht mehr "spießig, uncool oder doof".

Am beliebtesten seien bei Wanderern qualifizierte Wege mit guten Markierungen, auf die man sich verlassen könne. "Es werden immer mehr und das ist doch gut so." Er selbst wandere ohne Smartphone. "Wenn ich etwas dabei habe, dann ist das wirklich eine Karte, bunt auf Papier gedruckt", sagt Andrack, der er im Saarland lebt und jahrelang im Fernsehen mit Entertainer Harald Schmidt zusammengearbeitet hat.


dpa
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