Manfred Krug: DDR-Star, ‘Liebling Kreuzberg’ und ganz viel ‘Tatort’

Manfred Krug
Alles über die Karriere von Manfred Krug © picture alliance / dpa, Ralf Hirschberger

Schauspieler mit Musik im Blut

Manfred Krug war in der DDR von Anfang an als Schauspieler sehr erfolgreich. Sein Film ‘Spur der Steine’ war damals sehr beliebt und er wurde in der DDR auch als Jazz-Sänger sehr bekannt.

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1976 kam es zur Krise, als er einen Protest gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterschrieben hatte. Es wurde ein partielles Berufsverbot verhängt, Manfred Krug war praktisch arbeitslos. Im April 1977 stellte er deshalb einen Ausreiseantrag. Noch im gleichen Jahr konnte er mit seiner Familie in den Westen umziehen. Er hatte dafür gesorgt, dass sich Mitschriften und Unterlagen im Westen befanden und damit gedroht, sie veröffentlichen zu lassen, falls man ihn verhaften sollte.

Als er am 20. Juli 1977 in den Westen fuhr, wurde er dort von wartenden Journalisten begrüßt. Er hatte Angst gehabt, im Westen keine Rollen zu bekommen, aber man empfing ihn mit offenen Armen.

Sein Durchbruch kam mit der äußerst beliebten Serie ‘Liebling Kreuzberg’. Von 1984 bis 2001 spielte er Kommissar Stoever im ‘NDR-Tatort’. Zusammen mit seinem Kollegen Charles Brauer löste er in 41 ‘Tatort’-Folgen die kompliziertesten Fälle. Die beiden Hamburger Kommissare erreichten damals Kultstatus, vor allem auch wegen ihrer musikalischen Einlagen. Manfred Krug und Charles Brauer waren die bisher einzigen ‘Tatort’-Kommissare, die auch hin und wieder sangen und den Krimi mit Swing und Jazz auflockerten. Die Polizistensongs erschienen im Jahr 2000 als CD.

Neben seiner Schauspielerei ist Manfred Krug auch als Autor und Poet sehr erfolgreich. Sein Buch ‘Abgehauen’, in dem er seinen Umzug in den Westen schildert, bekam sehr gute Kritiken und wurde 1998 verfilmt. Auch seine Bücher ‘Mein schönes Leben’ und ‘66 Gedichte, was soll das?’ waren erfolgreich.

Manfred Krug veröffentlichte im Laufe seines Lebens eine Reihe von Platten und CDs.

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