Maite Kelly im Interview über 'Sieben Leben für Dich' und ihre Zeit bei 'Let's Dance'

Maite Kelly: "Ich war ungern Jury-Mitglied bei 'Let's Dance'"
Maite Kellys neues Album "Sieben Leben für Dich" erscheint am 14. Oktober © Christian Barz, SpotOn
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Album "Sieben Leben für Dich"

Maite Kelly (36) kann offenbar alles und das auch noch gleichzeitig: Eine glückliche Beziehung führen, drei kleine Töchter erziehen und jetzt auch noch ihr neues Album "Sieben Leben für Dich" auf den Markt bringen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt die Sängerin, wie sie das schafft - und gibt dabei einen ziemlich privaten Einblick in ihr Familien- und Liebesleben.

Mit Ihrem neuen Album "Sieben Leben für Dich" melden Sie sich aus der Babypause zurück. Wie schaffen Sie es Familienleben und Arbeit unter einen Hut zu bekommen?

Kelly: Ja, ich habe meine dritte Tochter auf die Welt gebracht. Eigentlich wollte ich langsamer machen, aber dann waren die letzten zwei Jahre die erfolgreichsten meiner Karriere. Bei mir läuft das folgendermaßen: Immer wenn mir etwas einfällt, mache ich mir Text- und Melodie-Skizzen auf meinem Smartphone. Das geht also von Zuhause aus und kann übrigens auch mitten in der Nacht passieren, wie zum Beispiel beim Song "Wenn du Liebe suchst". Mit den Ideen gehe ich dann ins Studio und arbeite sie zusammen mit meinem Team aus.

2014 haben Sie zusammen mit Roland Kaiser "Warum hast du nicht nein gesagt" aufgenommen. Der Song ist jetzt, mehr als zwei Jahre später, auf Ihrem Album. Warum?

Kelly: Der Song war ein großer Erfolg und kam bei Jung und Alt super gut an. Viele Fans haben natürlich erwartet, dass er auch auf dem Album ist. Außerdem will ich damit auch ein Stück weit Danke an Roland für die tolle Zusammenarbeit sagen.

Mit über 22 Millionen Youtube-Klicks ist das Lied wirklich ein Mega-Hit. Baut so ein großer Erfolg Druck auf das neue Album auf?

Kelly: Nein, gar nicht. Ich finde, man muss dankbar bleiben, für das was man hat. Es ist toll, dass es ein Hit wurde, dass ich zusammen mit Roland Kaiser einen Hit gelandet habe.

Sind mit Roland Kaiser noch weitere Projekte geplant?

Kelly: Wir waren bis vor kurzem noch auf Tournee. Roland ist für mich immer noch die Schlagerliebe meines Lebens. Er wird immer mein erster Schlager-Boyfriend sein. Konkret ist bisher nichts geplant, aber ich biete ihm immer wieder Ideen an.

Gibt es rückblickend einen Moment in Ihrem Leben, in dem Sie besser "Nein" gesagt hätten?

Kelly: Das ist eine gute Frage, da muss ich erst einmal überlegen... Ich war ungern Jury-Mitglied bei "Let's Dance". Das habe ich währenddessen wirklich nicht gemocht. Ich habe es gehasst, andere mit einer Zahl zu bewerten. Natürlich muss es jemand machen, aber mir hat es sehr missfallen. Die Sendung ist zwar toll, aber ich habe die Gabe nicht, jemanden als Jury zu beurteilen. Ich begleite die Leute auf ihrem Weg lieber.

In einem anderen Lied heißt es "Es war noch nie so schön so falsch zu liegen". Trifft auch dies auf ihr eigenes Leben zu?

Kelly: Die Zeile kann man natürlich zweideutig verstehen und jeder kann sie interpretieren, wie er möchte. Aber ich habe sie in Bezug auf meinen Mann geschrieben. Als ich ihn kennenlernte dachte ich mir nämlich ,schön, doof, oberflächlich und ein absoluter Schürzenjäger'. Natürlich fand ich ihn attraktiv, aber mir war auch klar ,heißer Typ, gefährliches Spiel'. Aber ich lag damit falsch, er ist ein ganz tiefgründiger, treuer, loyaler, unfassbarer Mensch. Und aus dieser Sache ist der Song entstanden.

Mittlerweile sind Sie mit Ihrem Mann schon über zehn Jahre verheiratet. Gibt es ein Geheimrezept für eine funktionierende Beziehung?

Kelly: Leidenschaft ist wichtig, aber auch Achtung voreinander. Wir haben immer dafür gesorgt, dass wir an erster Stelle nicht Eltern sind, sondern ein Paar. Wir haben also immer Zeit füreinander geschaffen und dafür auch mal Geld ausgegeben. Viele geben ihr Geld für eine Affäre aus, warum nicht für die Ehe? Man muss auch einmal investieren, um Zeit miteinander verbringen zu können, um raus aus dem Alltagstrott zu kommen.

Ihr Mann ist Franzose, Sie sind englischsprachig aufgewachsen, mit Ihrer Familie leben Sie in Deutschland. Welche Sprache sprechen Sie Zuhause?

Kelly: Unsere Kinder wachsen mehrsprachig auf. Mein Mann spricht mit den Kindern französisch, ich deutsch und Englisch lernen sie freiwillig. Wenn meine Tochter französisch redet ist das so süß, ich liebe das. Diese Sprache ist einfach schön, ich habe auch für das Album ein Lied auf Französisch aufgenommen ,Touche moi'.

Sind Ihre Töchter auch musikalisch?

Kelly: Sie spielen keine Instrumente, aber sie tanzen. Die eine macht Hip-Hop, die andere läuft Schlittschuh. Nachdem ich wegen meiner Kaiserschnittnarbe ein paar Monate Pause machen musste, tanze ich jetzt auch selbst wieder. Jeden Tag eineinhalb Stunden.

Die Leidenschaft zum Tanzen haben Sie 2011 auch bei "Let's Dance" unter Beweis gestellt. Damals machten Sie zusammen mit Christian Polanc sogar den ersten Platz. Tanzen Sie immer noch Paartanz?

Kelly: Leider wohnt mein Tanzpartner zu weit weg. Und es ist gar nicht so leicht einen neuen zu finden, denn man muss sich wirklich verstehen. Aber ich würde es sehr gerne wieder machen.

Wie wäre es mit Ihrem Mann?

Kelly: Er ist zwar ein guter Tänzer, aber wir haben es nie geschafft, zusammen einen Kurs zu Ende zu machen. Er tanzt auch sehr französisch, zurückhaltend. Aber Tango kann er super, den Rest muss er noch lernen. Aber er hat auf jeden Fall viel Potenzial.

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