'Love, Rosie - Für immer vielleicht' von Cecelia Ahern: Lily Collins und Sam Claflin in einer rein platonischen Freun...

Love, Rosie - Für immer vielleicht
Rosie (Lily Collins) stellt Greg (Christian Cooke) zur Rede

2,5 von 5 Punkten

Darauf dürften die Fans der Bestseller-Autorin jahrelang gewartet haben: Mit 'Love, Rosie – Für immer vielleicht' gibt es jetzt die zweite Filmadaption von Cecelia Ahern, nachdem auch schon das Buch 'P.S. – Ich liebe dich' ein großer Kassenerfolg wurde. Im Vordergrund steht die Liebe zweier bester Freunde, die es selbst nach mehreren Jahren einfach nicht schaffen, zueinanderzufinden.Die Frage ist dabei jedoch: Muss aus einer Freundschaft zwischen Mann und Frau unweigerlich die große Liebe werden oder kann es auch bei einer rein platonischen Freundschaft bleiben?

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Von Irena Bauer

Dieser Frage sehen sich auch Rosie (Lily Collins, 'Die Chroniken der Unterwelt') und Alex (Sam Claflin, 'Die Tribute von Panem – Mockingjay 1') immer wieder aufs Neue gegenübergestellt. Die beiden sind seit der Grundschule eng miteinander befreundet und planen ihr Leben in Irland bis ins kleinste Detail durch – allerdings kommen sie nie auf die Idee, eine Beziehung miteinander einzugehen, obwohl es durchaus immer wieder kleinere Momente der Intimität zwischen den beiden gibt, die darauf hindeuten, dass aus ihnen mehr werden könnte. Doch es kommt anders, als es sich der Zuschauer vielleicht zunächst wünscht: Die beiden lernen jeweils andere Partner kennen, Rosie wird ungewollt schwanger und muss auf ihr Studium in den USA verzichten. Alex dagegen zieht nach Boston und erfüllt sich den Traum vom Medizinstudium. Und so kommt es unweigerlich dazu, dass beide bei der Hochzeit des jeweils anderen anwesend sind und das Gefühl nicht loswerden, dass etwas schief läuft.

Happy End mit vielen Umwegen

Love, Rosie - Für immer vielleicht
Alex (Sam Claflin) und Rosie (Lily Collins) feiern die Nächte durch

Der deutsche Regisseur Christian Ditter ('Vorstadtkrokodile') hat sich mit dieser Adaption einer ganz besonderen Aufgabe angenommen. Die Originalvorlage von Ahern, die im Jahr 2004 erschien, besteht nur aus Briefen, E-Mails oder SMS. Umso schwerer war es für den Cast, die unausgesprochenen Gefühle auf die Leinwand zu bringen, wodurch der Film allerdings weit emotionaler erscheint als die Buchvorlage. Das ist auch der großartigen Leistung der Hauptdarsteller zu verdanken. Lily Colins, Tochter von Musiker Phil Collins, brilliert in der Rolle der Rosie. Sie schafft es jeden Zwiespalt, jedes Gefühl, das Rosie erlebt, authentisch darzustellen. Auch Sam Claflin schafft es, dem Zuschauer sein Gefühlschaos zwischen Freundschaft und Liebe emotional zu vermitteln. Als Zuschauer möchte man die beiden am liebsten wach rütteln und immer wieder 'Nun mach schon! Küss sie' rufen.

Im Film wird das Leben von Rosie und Alex über mehrere Jahre begleitet. Besonders viel Wert wurde dabei auf die Kostüme der Darsteller gelegt. Stark ist auch die Entwicklung von Bethany (Suki Waterhouse, 'Pusher'), Rosies Nebenbuhlerin und Braut von Alex. Sie durchlebt die Verwandlung von einem typischen Girlie zu einer eleganten Lady, und man spürt förmlich, wie die Jahre vergehen. Doch wer jetzt denkt, es ist eine reine Schnulze, der liegt falsch. Neben der Liebesbeziehung werden auch ernste Themen wie Abtreibung, Adoption oder die schwierige Erziehung eines Kindes, Betrug und häusliche Gewalt angerissen. Es gibt zerstörte Träume und die Protagonisten treffen viele falsche Entscheidungen in ihrem Leben. Das macht den Film so realistisch. Es muss nicht immer alles auf ein 'Happy End' hinauslaufen – aber dann ist es natürlich umso schöner, wenn es am Ende doch zu einem kommt.

Kinostart: 30.10.2014

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