"Love Me Like You Do": Musik-Romanze auf DVD

Love Me Like You Do
Jackie (Katherine Heigl) und Ryan (Ben Barnes) kommen sich ganz ganz nahe. Foto: Ascot Elite Home Enteratinment © DPA

Das Kino ist voller Musik: In den letzten Jahren sind zahlreiche großartige Dokumentationen und Spielfilme auf die Leinwand gebracht worden, in denen viel gesungen, gelitten und geliebt wird - von der ergreifenden Doku "Searching For Sugar Man" bis zu "Once" und dem Remake "Can A Song Save Your Life?".

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Zwischen diese Hochkaräter reiht sich durchaus die Romanze "Love Me Like You Do - Aus Schicksal wird Liebe" (Ascot Elite Home Entertainment) von Ami Canaan Mann ein, die pickepackevoll mit Country-Musik ist. Vor allem aber erzählt der Film von der Liebe zweier Menschen, die ihrem Leben eine neue Richtung, ein neues Ziel geben. Katherine Heigl und Ben Barnes spielen die Hauptrollen.

"Love Me Like You Do" mag vielleicht die dramatische Tiefe und die existenziellen Krisen fehlen, dennoch ist das Feel-Good-Movie eine äußerst unterhaltsame Angelegenheit und schön anzusehen. Und ein bisschen weinen darf man natürlich auch.

Ryan (Ben Barnes) ist ein Hobo, ein Herumtreiber, der auf Güterzügen durch die USA reist, um Musik zu machen. Sein treuester Begleiter ist seine Gitarre. Dabei ist der Drifter durchaus zielstrebig: "Wo will ich hin? Wie komme ich dahin?", lautet das Credo des Musikers, der für ein paar Pennys in den Straßen spielt. Aber der Mann hat mehr auf dem Kasten, als nur ständig Country-Standards zu covern.

Eines Tages trifft er auf Jackie (Katherine Heigl), die ebenfalls ihre Last zu tragen hat. Die Ex-Sängerin durchlebt gerade eine böse Scheidung von ihrem New Yorker Noch-Ehemann, der mit ihr um das Sorgerecht der gemeinsamen Tochter kämpft.

Geplatzte Hoffnungen auf der einen Seite, unerfüllte Träume auf der anderen - die beiden sind natürlich füreinander bestimmt. Zumal sich Ryan als patenter Bursche präsentiert: Er spielt nicht nur famos Gitarre und sieht verdammt gut aus, er weiß auch kaputte Dächer zu reparieren, ist einfühlsam und trotz seiner geringen Schulbildung alles andere als ein Dummkopf.

Ein besonderes Vergnügen ist es, Ben Barnes ("Die Chroniken von Narnia") als Country-Musiker zu erleben. Dass er 2004 als Mitglied einer Boygroup mal beim ESC-Vorentscheid gesungen hat, ist eine Marginalie seiner Biographie, die er als eine seiner "Jugendsünden" betrachtet, wie er im Interview mit der Zeitschrift "Glamour" verriet. Der britische Schauspieler aber hat die Musik wirklich im Blut und eine sonore Stimme, die das Herz berührt. Großartig.


dpa
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