Hollywood Blog by Jessica Mazur

Lindsay Lohan hat sich freigekauft

Lindsay Lohan hat sich freigekauft
Lindsay Lohan hat sich freigekauft © (Foto: WENN)

von Jessica Mazur

Wie kann man nur so dämlich sein? Oder besser gesagt: Wie kann man sich nur so viel weißes Pulver in die Nase ziehen, dass man gar nichts mehr gebacken bekommt? Die Wortkombination 'dämlich' und 'weißes Pulver' hat es bereits verraten, die Rede ist von Lindsay Lohan!

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Das Vollzeit-Partygirl torkelt derzeit bei den Filmfestspielen in Cannes von einer Party zu anderen. So weit so Lohan. Dumm nur, dass die Schauspielerin a.D. dabei vergessen hat, dass sie am Donnerstagmorgen um 8.30 Uhr Ortszeit - oder wie Lindsay sagen würde: Zwei Stunden nach dem Zubettgehen - zu einem Gerichtstermin hier in Los Angeles erwartet wurde. Die Richterin war da, die Anwältin war da, die Paparazzi waren da... nur von La Lohan fehlte jede Spur. Die turnte stattdessen noch immer an der Cote D'Azur rum und ließ der Richterin ausrichten, ihr Reisepass wurde ihr gestohlen (laut Lindsay angeblich im Auftrag ihres Vaters!). Der pünktliche Rückflug nach L.A. wäre ihr somit nicht möglich gewesen. Nee, is klar! Während Lindsay in Südfrankreich versuchte, die Sorge um ihre gestohlenen Papiere auf ihre ganz eigene Art und Weise zu bekämpfen - nämlich mit High Heels, kurzem Rock und VIEL Flüssigkeit - hatte die Richterin hier in L.A. endgültig die Nase voll. Nachdem LiLo zum wiederholten Male zu einer Gerichtsanhörung nicht erschien (es geht übrigens immer noch um den Crash 2007, bei dem Lindsay zugekokst mit ihrem Wagen ein paar Palmen auf dem Sunset Boulevard küsste), machte Judge Revel kurzen Prozess und erließ einen Haftbefehl gegen Lindsay. Der besagte: Sobald Lindsay amerikanischen Boden betritt, wird sie von ein paar Polizisten in Empfang genommen und erst einmal eingebuchtet! Klingt gut.

Zu dem Showdown am LAX wird es jedoch (leider) nicht kommen, da ihre Anwälte bereits einen Teil der auf 100.000 Dollar festgesetzten Kaution bezahlten und Lohan somit vorerst auf freiem Fuß bleiben darf. Allerdings nur so lange, bis sie gegen ihre Auflagen verstößt, und die heißen in ihrem Fall: Keinen Alkohol trinken, einen Alkohol-Detektor am Handgelenk tragen und sich einmal die Woche auf Drogen testen lassen. Ja, da hätten ihre Anwälte die Dollarnoten auch gleich im Klo runterspülen können... Im Moment dürfte Lindsay also das machen, was jede arbeitslose Schauspielerin in dieser Situation machen würde: Hoffen und beten, dass Vulkan Eyjafjallajökull wieder zu spucken anfängt und dicke Rauchwolken über die europäischen Flughafen wehen... für die nächsten zwei, drei Jahre.

Wie es jetzt für La Lohan weitergeht entscheidet sich am kommenden Montag, denn dann soll die heutige Anhörung nachgeholt werden. Das heißt natürlich nur, wenn es Madame bis dahin nach L.A. zurück schafft und ihren Allerwertesten bis 8.30 Uhr ins Gerichtsgebäude bewegt. Wenn nicht könnten ihr 180 Tage Gefängnis winken. Ich wette, der orangefarbene Knastanzug sähe bestimmt ganz prima aus zu ihrem Selbstbräuner-Teint...;-)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur