"Lindenstraße" live: So wird der 30. Serien-Geburtstag gefeiert

"Lindenstraße" live: So wird der 30. Serien-Geburtstag gefeiert
Helga Beimer (Marie-Luise Marjan) und ihr Clan sind Ureinwohner der "Lindenstraße" © WDR/Thomas Rabsch

Wie feiert man das 30-jährige Jubiläum der "Lindenstraße", der Mutter aller deutschen Seifenopern? Diese Frage haben die Macher der WDR-Serie ganz geschickt gelöst: Um zu zeigen, dass die sonntägliche TV-Institution auch nach drei Jahrzehnten noch modern ist, wird die Jubiläumsfolge am 6. Dezember live aus dem WDR-Studio Köln-Bocklemünd gesendet. Wie der Sender am Dienstag mitteilte, sollen tagesaktuelle Ereignisse spontan in die Handlung eingeflochten und das Ganze multimedial vernetzt werden.

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Direkt aus dem Kölner Studio

 

30 Jahre "Schlüssellochblick in deutsche Wohnzimmer"

 

"Die 'Lindenstraße' verkörpert deutsche Fernsehgeschichte", sagte Gebhard Henke, Leiter des WDR Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie. Sie biete einen "Schlüssellochblick in deutsche Wohnzimmer, realistisch, problembezogen und aktuell". Das sei ihr "Alleinstellungsmerkmal". Denn seit die erste Folge am 8. Dezember 1985 um 18:40 Uhr ausgestrahlt wurde, hat sich die Weekly-Soap neben dem "Tatort" und der "Tagesschau" zu einer echten ARD-Marke entwickelt. Kontinuität spielt dabei sicherlich eine wichtige Rolle: Der Erfinder Hans W. Geißendörfer (74) produziert die "Lindenstraße" bis heute.

 

Feierlaune trotz schlechter Quoten?

 

Die ARD hatte den Vertrag zuletzt bis 2016 verlängert - trotz stark rückläufiger Zuschauerzahlen: Während 1987 noch durchschnittlich 10,95 Millionen einschalteten, waren es zum Beispiel am vergangenen Sonntag nur 1,91 Millionen. Ob die "Lindenstraße" auch ihren 40. Geburtstag noch erlebt, ist also nicht sicher. Das sieht auch Produzent Geißendörfer so, der anlässlich der 1500. Folge in einem Interview mit der Zeitung "HNA" sagte: "Ich finde es wichtig, die Quote zu verfolgen. Sie ist unser Maßstab. Die 'Lindenstraße' wurde entwickelt, um ein möglichst großes Publikum anzusprechen. Wir machen kein elitäres Nachtprogramm für Akademiker."

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