Linda Zervakis hatte keine typische Jugend

Linda Zervakis hatte keine typische Jugend
Linda Zervakis © Cover Media

Linda Zervakis (40) konnte als Kind nicht rebellieren. Sie musste einfach funktionieren.

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Sie musste funktionieren

Die 'Tagesschau'-Sprecherin wuchs in Hamburg als Tochter griechischer Gastarbeiter auf. Ihr Vater hatte damals einen Kiosk, verstarb allerdings, als Linda gerade einmal 14 Jahre alt war. Ihre Jugend unterschied sich deshalb stark von der ihrer Altersgenossen.

"Da gab's kein Rebellieren, da ging's ums Funktionieren", erinnerte sie sich im 'Bild'-Interview. Sie musste im Laden mithelfen oder auf ihren kleinen Bruder aufpassen, wenn die Mutter im Kiosk stand.

Für ihre Eltern war es nicht einfach, als sie damals nach Deutschland kamen. "Meine Eltern kamen mit nichts, sie waren fremd, sie sprachen die Sprache nicht", erklärte Linda und zog Vergleich mit der aktuellen Situation der Flüchtlinge aus Syrien. Zwar hätten ihre Eltern nicht vor Krieg fliehen müssen, doch im Prinzip sei die Geschichte ähnlich. "Meine Eltern kamen nach Deutschland, weil sie zu Hause keine Perspektive hatten."

Ihre Erfahrungen als Kind von Einwanderern hat Linda Zervakis im Buch 'Königin der bunten Tüte' niedergeschrieben, das am 25. September erscheint. Und nach einer Babypause liest sie seit vergangener Woche auch wieder die Nachrichten für die 'Tagesschau' - endlich, wie sie am Wochenende in der Talkshow '3 nach 9' zugab: "In dem Moment lässt man die Verantwortung zu Hause, man hört es nicht plärren, man muss sich nicht um die Windel kümmern, die voll ist. Man kann sich einfach mal in Ruhe die Hände waschen und die Haare kämmen, ohne dass jemand daran zieht - das ist super." Die Rückkehr zur Arbeit sei für sie deswegen "wie Urlaub", gestand Linda Zervakis.

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