Liebenswerte Plage: Jens Kino-Köter Marley

Liebenswerte Plage: Jens Kino-Köter Marley

Von Kathrin Pleiss

Das junge Journalistenpärchen Jenny (Jennifer Aniston) und John (Owen Wilson) Grogan holt sich mit Labrador Marley eine echte Plage ins Haus. Wer hätte gedacht, dass aus dem süßen weißen Fellknäuel in Nullkommanix ein 50-Kilo-Geschoss wird, vor dem selbst Profis wie die resolute Hundetrainerin Ms. Kornblut (Kathleen Turner) kapitulieren müssen.

Marley ist einfach unerziehbar. Er trinkt aus dem Klo, kaut mit Vorliebe Sofas kaputt, hat einen ausgeprägten Fluchtinstinkt, und natürlich ist weder der Postbote noch der UPS-Fahrer vor ihm sicher. Wo Marley ist, herrscht Chaos. Und bei Gewitter ist es besonders schlimm. Die Grogans erkennen schnell, dass ihrem Vierbeiner Regeln und Kommandos völlig schnuppe sind.

Aber das Paar hat noch ganz andere Probleme als die Eskapaden seines Hundes. John muss sich mit einer ungeliebten Zeitungskolumne herumschlagen, obwohl er eigentlich viel lieber der großer Enthüllungs-Reporter wäre. Doch den Job hat sein bester Freund Sebastian (Eric Dane) schon. Erst als John seinen Vierbeiner zum Thema seiner Kolumne macht, kommt der Erfolg.

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Liebenswerte Plage: Jens Kino-Köter Marley

Jenny versucht, Arbeit und Familienplanung unter einen Hut zu kriegen. Doch nach der Geburt ihres zweiten Babys gibt sie ihren Job auf und ist fortan mit Marley und den Kindern allein zu Haus. Es stellt sich heraus, dass das auch sehr anstrengend sein kann.

'Marley & Ich' ist zwar eine Komödie, aber richtige Brüller liefert Regisseur David Frankel ('Der Teufel trägt Prada') nicht. Dafür macht es Spaß, Aniston und Wilson zuzusehen. Die beiden machen sich als gestresstes Ehepaar ganz gut. Man nimmt ihnen die emotionale Achterbahnfahrt durch die 15 Jahre ihrer Film-Ehe ab. Sie schaffen es, plausibel zu machen, warum die Grogans ihren Marley trotz aller Katastrophen abgöttisch lieben.

Dieser harmlose Film ist trotz seiner seichten Story streckenweise sogar ziemlich unterhaltsam. Ein besonders Highlight dabei ist Alan Arkin als Johns grantiger Boss. Viel mehr hat die Köter-Komödie allerdings nicht zu bieten, sodass man nicht unbedingt ein Kinoticket dafür lösen muss. Wer kein großer Hunde-Fan ist, kann getrost auf die DVD warten.

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