Letizia von Spanien: Warum wird die Königin so stark kritisiert?

Königin Letizia von Spanien hat es nicht leicht.
In ihrer Heimat muss sich Letizia von Spanien einiges von den Medien gefallen lassen. © Splash News

Als ich vor knapp einem Jahr Königin Letizia in Madrid direkt gegenüberstand, habe ich gespürt: Heute ist ihr großer Tag, obwohl ja an diesem 19. Juni 2014 eigentlich ihr Mann Felipe als neuer König von Spanien inthronisiert wurde.

In ihrem weißen Etuikleid mit Perlenbesatz am Ausschnitt schritt die ehemalige TV-Moderatorin auf ihren Nude-Pumps besser über den roten Teppich, als die meisten angeblichen Next Top Models in der Show von Heidi Klum. Auf dem Balkon zeigte Letizia später all die Emotionen, die man bei ihrer verregneten Hochzeit 2004 so vermisst hatte. Ihr Strahlen war wärmer als die spanische Sonne, die erbarmungslos auf die Köpfe (und Glatzen!) von uns Reportern brannte.

Letizia von Spanien hat Klasse, hat Haltung, hat Energie. Die 42-Jährige ist eine Frau, die das gesunde Frühstück für Mann und Töchter morgens selbst macht. Eine figurbewusste Managerin, die danach jeden Tag eine halbe Stunde joggt, bevor sie ihre offiziellen Aufgaben meistert. Eine Königin, die keine 40-Stunden-Woche hat und auch kaum Anrecht auf Privatleben. Eine, die gerne selbst kocht und ihrer kleinen Familie viel Gemüse, Salat und nur mageres Fleisch vorsetzt. Quasi Low-Carb-Royal! Letizia sollte ein Kochbuch schreiben!

Wären da nicht die Medien in Spanien, die sich nach Nasen-OP und Magersucht-Gerüchten, nach Schwiegervaters Elefantenjagd und Vaterschaftsklage sowie den Steuerhinterziehungen des Schwippschwagers nun auf ihre Königin einzuschießen scheinen.

In der aktuellen spanischen Ausgabe der 'Vanity Fair' wird Letizia als paranoid, kontrollsüchtig und als ziemlich starke und knallharte Frau beschrieben. Die dünne Königin verbiete Schinken und Würstchen und rationiere sogar die Süßigkeiten ihrer beiden Töchter! Puh, was für ein Skandal, spottet da kopfschüttelnd der Vegetarier in mir.

Letizia ist eine verantwortungsvolle Mutter sagt der Royal-Experte, der weiß, dass gerade Prinzessinnen und Prinzen ganz viel Liebe brauchen. Denn die königlichen Kinder erleben sehr früh, dass sie halt doch etwas Besonderes zu sein scheinen.

Klar macht es was her, von Security-Leuten in die Schule gefahren zu werden, klar es klingt cool zu sagen „Mein Papa ist der König“. Aber es ist viel cooler eine Mutter zu haben, die mit Liebe und Fürsorge zuerst Mama und dann erst Königin ist. Und genau das ist Letizia von Spanien für Leonor und Sofía.

Ich habe dafür großen Respekt. Mi respeto, Majestad!

Mit royalen Grüßen, Ihr Michael Begasse

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