Leckere Schokolade im Hooton Tennis Club

Hooton Tennis Club
Guter Aufschlag im Hooton Tennis Club. Foto: Rob Blackham © deutsche presse agentur
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Die Nachwirkungen von Blur, Oasis, Pulp und Teenage Fanclub auf einer einzigen Platte - eine "Big Box Of Chocolates" (Heavenly/Pias) von der nordenglischen Band Hooton Tennis Club macht's möglich.

Das Quartett mischt noch ein paar Anteile des Slacker-Sounds von Pavement (ebenfalls eine dieser ikonischen Nineties-Bands, allerdings von der anderen Seite des Atlantiks) hinzu - und fertig ist eine melodieselige Indie-Powerpop-Platte, freilich ohne großen Anspruch auf Originalität.

Ryan Murphy und James Madden, die beiden Tennisclub-Vorsitzenden, wollen hier aber wohl auch gar nicht das Britrock-Rad neu erfinden, sondern einfach in ihrer "großen Schokoladenbox" möglichst viele schnell weggefutterte Leckereien anbieten. Manches schmeckt auch mal bittersüß, wie die windschief-charmante Ballade "Sit Like Ravi". Meist aber wird hier beherzt nach vorn gespielt, mit hübschen Harmonien und dem einen oder anderen schrofferen Ausfallschritt (etwa im Opener "Growing Concerns").

Nach dem Debüt "Highest Point In Cliff Town" (2015) seien die zwölf neuen Lieder ein Zeugnis des Erwachsenwerdens, schreibt die Plattenfirma. Geholfen hat die schottische Pop-Legende Edwyn Collins (Orange Juice), in dessen Studio das Album entstand. Eine wirklich eigene Handschrift hat der Hooton Tennis Club damit zwar noch nicht. Aber allein mit schwärmerischen Girl-Songs wie "Katy-Anne Bells", "Lauren, I'm In Love!" und "Lazers Linda" dürften sie auf der Insel so viele weibliche Fans begeistern, dass eine solide Karriere in Schwung kommt.

Konzerte: 22.11. Hamburg, 23.11. Köln, 24.11. Berlin, 25.11. Wien, 28.11. Zürich


Quelle: DPA
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