Lea van Acken: Von Selbstzweifeln geplagt 

Lea van Acken: Von Selbstzweifeln geplagt 
Lea van Acken © Cover Media

Lea van Acken (17) zweifelte bei den Dreharbeiten zu 'Das Tagebuch der Anne Frank' daran, ob sie die Hauptrolle überzeugend spielen könne. 

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'Das Tagebuch der Anne Frank' 

Seit Donnerstag [3. März] ist der Nachwuchsstar in 'Das Tagebuch der Anne Frank' in den deutschen Kinos zu sehen. Keine leichte Aufgabe für Lea, die diese aber mit Bravour gemeistert hat. Im 'Bild'-Interview sprach die Schülerin über die größten Herausforderungen bei den Dreharbeiten.

"Ich habe manchmal gezweifelt, ob ich Anne wirklich spielen kann. Die größte Herausforderung war die Szene im KZ, in der mir die Haare abrasiert wurden", berichtete sie.

Da das ihre echten Haare waren, musste die Szene beim ersten Mal sitzen und wurde deshalb ans Ende der Dreharbeiten verschoben. "Das war für mich ein Akt der Brutalität und Entweiblichung. Ich wollte dem Film aber diese Authentizität geben", erklärte die Künstlerin weiter. 

Vor der Kamera zu weinen, bereitete Lea hingegen keine Probleme. Im 'n-tv.de'-Interview verriet sie, dass sie während des kompletten Drehs so emotional gewesen sei, dass sie sowieso ständig mit den Tränen zu kämpfen hatte. "Ich hatte eine so extreme Verbindung zu den Mitschauspielern beziehungsweise Hans [Steinbichler, Regisseur], dass er mir manchmal nur einen Blick zuwerfen musste, um mir das ganze Leid der Szene zu zeigen - so kitschig das jetzt klingt. Da sind dann alle Dämme gebrochen. Ich hatte manchmal eher das Problem, da wieder rauszukommen und nicht zu hyperventilieren", erinnerte sie sich. 

Für die Jungschauspielerin ist der Film auch heute von größter Wichtigkeit, viele Lehren könnten aus ihm gezogen werden: "Für mich zeigt Annes Geschichte gut, wohin dumpfe Fremdenfeindlichkeit und Rassismus führen. Aber ich finde, dass unser Film das einem nicht plump vorsetzt: 'Hier: Nationalsozialismus, Betroffenheit, alles schrecklich.' Die Geschichte dieses Mädchens macht das viel greifbarer und lässt einen viel mehr nachdenken. Ich habe zum Beispiel darüber nachgedacht, wie selbstverständlich es für mich ist, ins Kino zu gehen. Oder die Tür zu knallen und einfach rauszugehen. Das war es für Anne überhaupt nicht. Es ist wichtig, dafür sensibilisiert zu werden. Auf heute übertragen, zeigt das, wie wichtig Zivilcourage ist", so Lea van Acken.

Cover Media

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