Hollywood Blog by Jessica Mazur

Lasst Britney endlich in Ruhe!

Lasst Britney endlich in Ruhe!
Lasst Britney endlich in Ruhe!

von Jessica Mazur

Natürlich gab es heute in Los Angeles nur ein Thema: Britneys zweiter 'late night trip to the hospital', wie es hier so schön heißt. Britney wurde also zum zweiten Mal in einem Monat mit dem so genannten '5150-hold', der besagt, dass der Patient für sich oder andere eine Gefahr darstellt, ins Krankenhaus eingeliefert, dieses Mal in das UCLA Medical Center in Beverly Hills. Nachdem sich in der Nacht und am frühen Morgen die Ereignissen und die Geschichten in den Medien überschlugen, ist immer noch nicht ganz klar, was sich wirklich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag abspielte. Fest steht, der Eingriff war seit Tagen geplant und die 'smart Unit' der LAPD, die auf Einsätze, die einen 'psychischen Hintergrund' haben spezialisiert ist, stand auf Abruf von Britneys Eltern und ihrem Psychologen bereit.

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Wer jetzt für Britney verantwortlich ist und im Krankenhaus die Entscheidungen trifft, ist nicht offiziell geklärt. Anscheinend hat Britney nach ihrem Klinikaufenthalt Anfang Januar Papiere unterzeichnet, die besagen, dass in einem ähnlichen Fall Sam Lufti, ihr zwielichtiger Manager, die Entscheidungsmacht haben soll. Britneys Eltern, die Sam als "Verkörperung des Bösen" bezeichnen, sollen laut Augenzeugenberichten daraufhin in der Klinik ausgerastet sein, und die US Medien berichten jetzt, dass die Ärzte trotz Schreiben mit Jamie und Lynne Spears und nicht Sam Lufti kooperieren und die Sache vermutlich vor Gericht geklärt werden muss.

Jamie und Lynne Spears, Sam Lufti, Adnan Ghalib... die Frage, die die Medien hier den ganzen Tag beschäftigte, ist eindeutig: Wer ist gut, und wer ist böse? Sam Lufti sagt, er habe dafür gesorgt, dass Britney endlich Hilfe bekommt, hatte dann aber nichts Besseres zu tun, als aus dem Krankenhaus mitten in der Nacht SMS an die Paparazzi-Agentur 'x17' zu senden, um diese mit Neuigkeiten zu versorgen. Britneys Mutter soll am Mittwoch angeblich lieber zur Maniküre gegangen sein, anstatt sich um ihre Tochter zu kümmern, und Adnan Ghalib steht jetzt zwar voll und ganz auf der Seite der Eltern, versucht aber wahrscheinlich morgen wieder, seine Geschichte meistbietend an den Mann zu bringen...

Und was sagen die Leute? Nun, der meistgenannte Kommentar in den Onlineforen und auf der Straße lautet ganz sicher: Man sollte Britney endlich in Ruhe lassen. Das klingt natürlich gut, und das würde ihr auch sicher helfen, Fakt ist aber: das wird nicht passieren! Britney Spears ist eben nicht nur eine kranke junge Frau, die dringend Hilfe benötigt, sondern auch ein Produkt, mit dem Tausende von Menschen Millionen verdienen, erst recht, nachdem ihr Leben so aus den Bahnen gelaufen ist. Seit Januar 2006 war Britney z.B. über 200mal(!) auf dem Cover von 'US weekly', 'Star Magazine', People & Co., und die Verkaufszahlen der Blätter schnellten jedes Mal durchschnittlich um 33% in die Höhe. Und die Fotoagentur X17, deren Leute Britney auf Schritt und Tritt verfolgen, ihr die platten Reifen wechseln und sich nur zu gerne als ihre Freunde ausgeben, verdiente im Jahr 2007 2,5 Millionen Dollar mit ihr, 500.000 Dollar alleine für das Foto, auf dem Britney mit rasiertem Kopf zu sehen ist.

Auch heute berichten zwar alle Journalisten "Das Mädchen braucht endlich Ruhe!", treten sich dabei aber vor der UCLA Klinik gegenseitig auf die Füße, um die beste Einstellung zu bekommen.

Was passiert also, wenn Britney am Ende ihres Klinikaufenthaltes das Krankenhaus verlässt? Der Wahnsinn um sie herum geht von vorne los. Montag ist die nächste Anhörung in Britneys und Kevins Sorgerechtsstreit. Und sollte sie bis dahin entlassen ist, ist eins sicher: vor dem Gerichtsgebäude in Downtown LA werden so viele Fotografen und Reporter wie noch nie stehen... Angeblich plant Lynne Spears, ihre Tochter sofort nach der Entlassung mit zurück in ihre Heimatstadt Kentwood in Louisiana zu nehmen, aber: geht Britney auch mit...?

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur.

 

Lasst Britney endlich in Ruhe!
© Bild: Jessica Mazur