Lars Steinhöfel: Schwul und glücklich, basta!

Lars Steinhöfel
Lars Steinhöfel © coverme.com

Lars Steinhöfel (28) hat jetzt reinen Tisch gemacht, ist aber schon lange zufrieden mit seiner Homosexualität.

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Mutiges Outing

Nur für die Öffentlichkeit ist es neu, dass der Schauspieler ('Die Brücke') Männer liebt. "Im familiären und im Freundeskreis bin ich immer offen damit umgegangen. Ich lebe schon sehr lange glücklich schwul und möchte das nun nicht mehr heimlich machen müssen. Mit meinem Outing möchte ich jungen Menschen, die von dem 'öffentlichen Weltbild' (egal in welcher Form) abweichen, Mut machen, ihren Weg zu gehen", sagte der Star in einem Statement gegenüber 'RTL'.

In der täglichen Serie 'Unter uns' verkörpert er den Frauenschwarm Easy Winter. Dass das Leben als Schwuler nicht immer 'easy' ist, betonte er weiterhin im Gespräch. "Als Person des öffentlichen Lebens ist es immer schwierig, sich zu outen. Erst recht, wenn in den Medien immer sehr extrovertierte Schwule gezeigt werden und man selbst eine eher konservative Einstellung hat", befand er. "Ich musste meinen eigenen Weg erst mal finden, offen mit meiner Sexualität umzugehen. Das hat eine Weile gedauert. Heute, am Montag, 27. Januar 2014, werde ich 28 und jetzt ist es soweit."

Die Jugend von Steinhöfel sei nicht immer leicht gewesen, zunächst probierte er es mit Mädchen, hielt sich für bisexuell. Ein einjähriger Schüleraustausch in Amerika ließ ihn seine Homosexualität erkennen - jedoch gestand er sie sich nicht ein. "Als Teenager ist es nicht immer ganz einfach, dazu zu stehen, dass man auf Männer steht. Deshalb habe ich es vor der Öffentlichkeit jahrelang geheim gehalten. Ich fürchtete auch, dadurch keine anderen Rollen und Schauspieljobs mehr zu bekommen, wenn es bekannt würde. Natürlich habe ich immer noch Angst vor beruflichen Nachteilen und auch vor der Reaktion der Gesellschaft, denn es scheint in Deutschland leider immer noch ein großes Thema zu sein, wie man zuletzt erst wieder gesehen hat. Daher tun sich Schauspieler sicherlich auch schwer, zu ihrem Schwulsein zu stehen, weil sie Angst haben, gar nicht mehr besetzt zu werden", machte sich der Star gegenüber dem Sender Sorgen.

Seine Familie weiß Bescheid - trotzdem sei auch dieses Outing nicht einfach gewesen, wie der Star am Wochenende gegenüber 'Bild' erzählt: "Ich habe es als erstes meiner Mutter erzählt. Sie sagte daraufhin: 'Ich krieg keine Enkelkinder'. Danach brauchte sie einen Wein. Das war ganz am Anfang. Ich habe es danach noch einmal mit einer Beziehung zu einer Frau probiert. Ich habe mich sehr unter Druck gesetzt. Meine Familie hat mir dann sehr geholfen und mich unterstützt. Das war ein gutes Gefühl." In dem Interview erwähnte Lars Steinhöfel auch, dass seine letzte Beziehung im Juni auseinandergegangen sei - der Partner sei mit seiner Rolle in der Öffentlichkeit nicht klargekommen.

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