Lars Eidinger spielt gerne den Schurken

Lars Eidinger
Lars Eidinger © Cover Media

Lars Eidinger (39) freut sich über die große Rollenauswahl, die er heute hat.

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Erst musste er sich beweisen

Während andere Darsteller immer wieder dieselben Parts angeboten bekommen, kann sich der Berliner Schauspieler ('Die Wolken von Sils Maria') glücklich schätzen, "vom Familienvater bis zum Psychopathen" die verschiedensten Figuren verkörpern zu dürfen. Anfangs musste sich der Theater-Star allerdings noch beweisen. So habe man ihm auf der Schauspielschule nicht zugetraut, auf der Bühne auch einen Bösewicht zu spielen.

"Das hat mich wahnsinnig geärgert, weil natürlich die bösen Figuren immer die spannenderen sind", sagte Lars im Gespräch mit 'FAZ.net'.

Kurzerhand schlüpfte der Schauspieler in einer Produktion des Schiller-Dramas 'Die Räuber' in die Rolle des heimtückischen Franz Moor. "Und damit habe ich dann alle überzeugt, dass ich doch böse sein kann."

Dabei sei es ihm wichtig, einen mehrdimensionalen Charakter zu erschaffen. "Was ich da beweisen wollte, war, dass böse nicht heißt: Hände reiben und grimmig gucken. Böse heißt, sich über gewisse Grenzen und Vereinbarungen zwischen Menschen hinwegzusetzen, wie Skrupel und Gewissen. Und eine gewisse Willkür. Das ist das Böseste, was es gibt. Und dazu muss man gar nicht grimmig gucken."

Auch in der neuen Inszenierung des Shakespeare-Klassikers 'Richard III' darf Lars Eidinger den Schurken - in diesem Fall die Hauptfigur - mimen und ab morgen [7. Februar] die Schaubühne in Berlin unsicher machen. In der Rolle des körperlich behinderten Richards wird er unter anderem mit umgeschnalltem Buckel auftreten, was ihm und dem Regisseur des Stücks ein besonderes Anliegen war. "Wir waren uns schnell einig, dass der größte Reiz ist, Richard auch tatsächlich behindert zu zeigen", erklärte der Darsteller unlängst gegenüber dem 'Tagesspiegel'.

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