Lady Diana: Das sind ihre größten Geheimnisse

Lady Diana
Lady Diana © Getty Images, POOL

Fake-Mahlzeiten und Selbstmordversuche

Lady Diana bleibt auch 20 Jahre nach ihrem tragischen Tod unvergessen. Für Millionen von Royal-Fans weltweit war und ist die Mutter von Prinz William und Prinz Harry die Königin der Herzen. Obwohl sie bis zur letzten Minute im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stand, gibt es doch noch ein paar Dinge über sie, die nicht so bekannt sind. Denn Dianas kurzes Leben steckte voller Geheimnisse.  

Neid und Missgunst im britischen Königshaus

Diana galt bis zu ihrem Tod als die meistfotografierte Frau der Welt. Mit ihrem Lächeln verzauberte sie die Menschen, egal wo sie auftauchte. Heute wäre sie vermutlich eine der größten Influencerinnen unserer Zeit. Schon kurz nach der Verlobung mit Prinz Charles im Februar 1981 wurde die damals 19-Jährige Tochter aus einer angesehenen Adelsfamilie ein beliebtes Motiv der Fotografen. Im Laufe der Ehe entwickelte sich Diana schließlich zu DEM Star der royalen Familie. Die Folge: Das Interesse der Öffentlichkeit an Charles, Queen Elizabeth oder anderen Mitgliedern der Familie sank zunehmend. Während dies im britischen Königshaus für Neid und Missgunst sorgte, war, verhalf Diana den Windsors so aber zu neuem Glanz. Mit ihrer Beliebtheit und ihrer Medienpräsenz brachte sie frischen Wind in den Buckingham Palace und konnte das Ansehen der Royals stärken. 

Peinlicher Versprecher bei der Trauung

Schon Dianas und Charles Hochzeit am 29. Juli 1981 war ein großes Medienereignis. Der Tag der Trauung war ein nationaler Feiertag in Großbritannien. 3.500 Menschen waren in der in der Londoner St. Paul’s Cathedral anwesend. Unglaubliche 750 Millionen Menschen weltweit verfolgten die Zeremonie damals am Fernsehn. Wenn man die Radiohörer miteinbezieht, kommt man auf ein Publikum von über einer Milliarde Menschen – Rekordeinschaltquoten. Kein Wunder, dass Diana nervös war. Während der Trauung trat sie vor den Augen und Ohren der ganzen Welt in ein Fettnäpfchen: Sie verwechselte die Vornamen ihres Gatten. Statt Charles Philip sagte sie Philip Charles, sodass dieser im Nachhinein scherzte: "Sie hat soeben meinen Vater geheiratet!“

Keinen Schulabschluss

Wer hätte gedacht, dass Diana keinen Schulabschluss hat? Im Gegensatz zu ihren Geschwistern war sie eine eher mittelmäßige Schülerin. Dafür konnte sie sich durch sportliche Leistungen hervortun und gewann zahlreiche Schwimm- sowie Stepptanzpokale. Außerdem war Diana bei ihren Mitschülern äußerst beliebt. Im Dezember 1977 verließ sie mit 16 Jahren das Internat West Heath, nachdem sie im zweiten Anlauf bei den Abschlussprüfungen keine genügende Note erreicht hatte - damals nicht ungewöhnlich für eine Tochter aus gutem Haus. Ohne richtige Qualifikation jobbte sie anschließend bis zur Heirat mit Prinz Charles als Babysitterin und Kindergartenhilfe. 

Keine richtige Prinzessin

Genau genommen war Prinzessin Diana gar keine Prinzessin, sondern eine Fürstin. Britische Prinzessin kann man nur durch Geburt sein oder man bekommt den Titel vom jeweiligen Monarchen verliehen. Nach der Hochzeit mit Charles führte Diana den Titel ihres Mannes als Höflichkeitstitel: Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Charles Philip Arthur George, Fürstin von Wales, Herzogin von Cornwall und Rothesay. Auch interessant: Der mittlerweile etablierte Titel 'Lady Di' wurde erstmals 1980 von der britischen Zeitung 'The Sun' verwendet. Den Höflichkeitstitel 'Lady' hatten Diana und ihre Schwestern fünf Jahre zuvor nach dem Tod ihres Großvaters erhalten. Diesen Titel führte Diana seit der Hochzeit nicht mehr. 

Sie wollte Königin der Herzen sein

Den Beinamen bis heute geläufigen 'Königin der Herzen' erhielt Diana erst nach ihrem Tod. Diesen Namen trug schon Elisabeth Stuart, die Frau des 'Winterkönigs' Friedrichs V. im 17. Jahrhundert. In ihrem letzten Interviews mit dem Journalisten Martin Bashir im November 1996 hatte Diana den Beinamen selber ins Spiel gebracht. "Ich wäre ganz gerne die Königin der Herzen, eine Königin in den Herzen der Menschen, allerdings sehe ich mich nicht als Königin dieses Landes", sagte sie damals. 

Bulimie vor Söhnen versteckt

Dass Diana jahrelang an Bulimie litt, war schon zu ihren Lebzeiten bekannt. Schon direkt nach ihrer Verlobung mit Charles im Februar 1981 hatte sie anfangen, sich mehr mit ihrem Aussehen zu beschäftigen. Die Folge: Bis zur Hochzeit im Juli nahm sie über sechs Kilogramm ab. "Die Bulimie begann in der Woche, in der wir uns verlobt hatten - und es dauerte beinahe ein Jahrzehnt, um darüber hinwegzukommen. Mein Mann legte seine Hand auf meine Taille und sagte: 'Oh, sind wir hier ein bisschen pummelig?' und das löste etwas in mir aus", wird Diana in der Biografie 'Diana: Her True Story - in Her Own Words' zitiert. Sie versuchte mit allen Mitteln ihre Krankheit, die schließlich chronisch wurde, geheim zu halten – vor allem vor ihren Söhnen William und Harry. Darum gab es eine besondere Anweisung an ihren Koch: "Das Essen musste identisch aussehen, ohne, dass es identisch war", erinnert sich Darren McGrady, der sich ab 1992 um Dianas leibliches Wohl kümmerte. Während Diana gekochte Kartoffeln in Eiweiß und pochiertem Hühnchen zu essen bekam, "servierte ich den Jungs Bratkartoffeln mit gebratenem Hühnchen – aber ohne Haut, damit es aussah wie Mamas Essen." 

Größen-Komplex

Nicht nur wegen ihrer Figur hatte Diana Komplexe, auch wegen ihrer Größe. Mit 1,78 Meter fühlte sie sich zu groß – und trug daher nie Absätze, die höher waren als fünf Zentimeter. Außerdem fand Diana ihre Nase zu groß und sie soll ihre "Schwimmerschultern" gehasst haben. Eine Schönheitsoperation kam für sie aber nicht infrage. 

Fünf Selbstmordversuche

Neben Bulimie litt Diana jahrelang auch an schweren Depressionen. Insgesamt fünfmal soll sie während ihrer Ehe mit Charles versucht haben, sich das Leben zu nehmen. "Ich erinnere mich, dass ich mir in den Flitterwochen die Augen ausgeheult habe. Ich war wie besessen von Camilla und habe Charles nicht vertraut. Alle fünf Minuten hat er sie angerufen und gefragt, wie er mit dieser Ehe umgehen soll. Ich war so depressiv, dass ich sogar versuchte, meine Handgelenke mit Rasierklingen aufzuschneiden", wird Diana aus Tonbandaufzeichnungen, die sie für ihren Biografen Andrew Morton angefertigt hatte, zitiert. Auch während ihrer ersten Schwangerschaft war sie so unglücklich, dass sie sterben wollte. "Als ich im vierten Monat schwanger mit William war, warf ich mich die Treppe hinunter, um die Aufmerksamkeit meines Mannes zu erregen und damit er mir endlich zuhört. Ich hatte ihm gesagt, dass ich so verzweifelt bin und mir die Augen ausweine. Er sagte nur: 'Ich werde nicht zuhören. Du tust das immer mit mir. Ich gehe jetzt reiten.' Dann habe ich mich die Treppe heruntergestürzt. Die Königin kam herbei und war absolut entsetzt. Sie zitterte, denn der Schreck saß tief."

Diana stellte Rivalin Camilla zur Rede

Die Tonbandaufzeichnungen belegen auch, dass Diana vermutlich von Anfang an von ihrer Nebenbuhlerin Camilla Parker-Bowles wusste. "Ich erinnere mich, dass ich so verliebt in meinen Mann war, dass ich meine Augen nicht von ihm wenden konnte. Ich dachte wirklich, ich sei das glücklichste Mädchen der Welt. Ich lag ja so falsch! Als ich zum Altar schritt, habe ich nur nach ihr (Camilla) geschaut. Ich wusste, dass sie da war", wird Diana zitiert. 1989, acht Jahre nach der Hochzeit, stellte sie die heimliche Geliebte ihres Mannes auf einer Party öffentlich zur Rede. "Ich sagte zu Camilla: Es tut mir leid, dass ich im Weg bin, und es muss die Hölle für euch beide sein. Aber ich weiß, was los ist, also behandelt mich nicht wie eine Idiotin", so Diana. Camilla konterte: "Du hast alles, was du immer wolltest. Alle Männer der Welt liegen dir zu Füßen, du hast zwei wundervolle Kinder. Was könntest du noch wollen?" Diana antwortete: "Ich will meinen Ehemann."

Diana traf Charles vor der Hochzeit nur 13mal

Ihren Hochzeitstag bezeichnete Diana rückblickend immer als "den schlimmsten Tag ihres Lebens". Sie und Charles hätten sich vor der scheinbaren Traumhochzeit gerade 13mal gesehen. "Er hat mich eine Woche lang jeden Tag angerufen und dann drei Wochen lang wieder gar nicht mehr mit mir gesprochen. Sehr eigenartig", schildert Diana britischen Medienberichten zufolge in bisher unveröffentlichten Videoaufnahmen, ihre Erfahrungen mit Charles. Beim ersten Treffen sollen sich die beiden recht nahegekommen sein, wie neue Tonbandaufnahmen enthüllen. "Wir saßen an dem Abend beim Grillen auf Strohballen und sprachen über Lord Mountbatten, dann über seine Freundin. Ich sagte: Du bist bestimmt sehr einsam. Das muss furchtbar sein, den Gang in der St. Paulus-Kathedrale entlangzugehen und vorne steht der Sarg von Lord Mountbatten. Wie schrecklich. Du brauchst jemanden an deiner Seite. Oh, falsches Wort. Da sprang er mich fast an und begann, mich zu küssen. Seine Hände waren überall. Ich dachte: 'Oh, so etwas macht man doch nicht'", wird Diana in der Dokumentation 'Diana – Die Tragödie einer Prinzessin' zitiert.