Hollywood Blog by Jessica Mazur

LA ist voller Schlampen, Huren und Nutten

LA ist voller Schlampen, Huren und Nutten
LA ist voller Schlampen, Huren und Nutten

von Jessica Mazur

Zu aller erst möchte ich mich heute gleich am Anfang meines Blogs für die folgende Wortwahl entschuldigen, ABER: Los Angeles ist eine Stadt voller Schlampen, Huren und Nutten. Moment, Moment, jetzt nicht gleich aufregen, dass ich es wage, die amerikanischen Mitmenschen meiner Wahlheimat dermaßen zu beleidigen, denn ich meine das wirklich ganz freundlich, und das Beste ist: die Hollywoodianerinnen wissen das auch! Fakt ist nämlich, dass einstige Schimpfwörter, wie 'Bitch, Whore und Slut' hier längst ihren Weg in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden haben und sich in LA mittlerweile pausenlos unter Freundinnen, aber auch Fremden an den Kopf geworfen werden.

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Typisches Beispiel: ich saß am Samstag auf der Terrasse des Urth Cafes auf Melrose und habe auf eine Freundin gewartet, mit der ich zum Lunch verabredet war. Am Nebentisch saßen zwei Mädels Anfang zwanzig, die wie sich herausstellte ebenfalls auf eine Freundin warteten. Als diese um die Ecke bog, begrüßte sie die beiden Mädels am Tisch mit "What's up, Bitches?", worauf eins der Mädels antwortete "What's up with you, Whore?" Während bei einem "Hey, wie geht's, Schlampe!" "Gut und selbst, Hure!" in einem deutschen Cafe vermutlich dem ein oder anderen Gast die Gabel aus dem Mund fallen würde, kümmert sich in Hollywood aber kein Mensch mehr darum, weil derartige Begrüßungen mittlerweile Gang und Gebe sind.

Eine Entwicklung, die natürlich nicht überall begrüßt wird. In Magazinen, Talkshows oder auch im ganz normalen Alltag finden deshalb immer mehr Diskussionen darüber statt, ob die Wortwahl von 'young Hollywood' noch okay oder einfach nur daneben ist.

Fest steht, die Celebrities sind an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig. So macht Paris Hilton kein Geheimnis daraus, dass sie alle ihre Freundinnen "my Bitches" nennt, Nicole Richie konterte daraufhin in 'The Simple Life' nonchalant mit "Ho", einer etwas abgeschwächten, weit verbreiteten Kurzform von 'Whore', Britney Spears beginnt ihren Song 'Gimme More' mit den Worten "It's Britney, Bitch." und Pamela Anderson sagte erst kürzlich in Bezug auf Jessica Simpson "She's a bitch and a whore", und fügte dann hinzu, dass das ja total witzig und harmlos gemeint wäre.

Ob das Ganze nur eine Phase ist oder sich langfristig durchsetzt, weiß ich nicht. Fest steht, in der täglichen Radio Morning Show von Ryan Seacrest beschwerte sich heute sogar schon eine Mutter, dass ihre Kids sie auf diese Art und Weise anreden würde. Promi-Mamas wie Katie Holmes oder Angelina Jolie dürfen sich also nicht wundern, wenn die lieben Kleinen in ein paar Jahren auf den Satz "Räumt bitte eure Zimmer auf!" mit "Yo! Bitch!" antworten...;-) Sollte sich also die eine oder andere von euch demnächst mal in LA herumtreiben und eine fremde Frau kommt auf euch zu und sagt so etwas, wie "Nice skirt, Bitch!", nicht sauer werden! Das ist derzeit der höchste, verbale Ausdruck der Anerkennung, den die Hollywoodianerinnen haben. Ich weiß, das macht genau genommen überhaupt keinen Sinn, aber hey, sagt das nicht mir, sagt das den Bit... äh.... Mädels...;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

 

LA ist voller Schlampen, Huren und Nutten
© Bild: Jessica Mazur