Kurdo: Randale bei Autogrammstunde

Kurdo: Randale bei Autogrammstunde
Kurdo musste seine Autogrammstunde abbrechen © facebook.com/Kurdomuzik

Eine Autogrammstunde von Deutschrapper Kurdo (27, "Verbrecher aus der Wüste") ist am Freitagabend in Dortmund völlig aus dem Ruder gelaufen. Zu der Veranstaltung in einem Elektronikmarkt sind viel mehr Fans erschienen, als die Veranstalter erwartet hatten, wie unter anderem die "Rheinische Post" berichtet. Zeitweise sollen sich bis zu 3.500 Menschen um das Geschäft gedrängt haben, davon etwa 1.000 im Gebäude selbst. Die Filialleitung rief schließlich die Polizei zu Hilfe.

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Polizei-Einsatz gegen Fans

Polizei-Einsatz mit Schlagstöcken und Pfefferspray

Die Beamten sperrten demnach zunächst den Zugang. Die Geschäftsleitung, Kurdo und die Polizei einigten sich danach darauf, die Autogrammstunde abzubrechen. Die Mehrheit der Fans sei danach friedlich geblieben, einige hätten aber die Polizisten mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Die Beamten setzten darauf Schlagstöcke, Pfefferspray und Polizeihunde ein und nahmen drei Fans wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch fest. Ziel des Einsatzes sei gewesen, eine Massenpanik zu vermeiden, betonte die Polizei.


Kurdo entschuldigte sich danach auf seiner Facebook-Seite für den Abbruch: "Es tut mir echt leid, die Polizei hat uns Platzverweis gegeben ich konnte leider nichts machen", schrieb er. In den Kommentaren geht es unterdessen hoch her. Einige Fans kritisieren das Verhalten der Randalierer, geben aber auch Kurdo eine Mitschuld an den Vorfällen: "Du hast uns drei verfickte stunden warten lassen und dann wundern die sich", schreibt etwa ein Fan. "Wir hatten Palava mit den Amcas [Anm.: türkischer Ausdruck für die Polizei], Pfefferspray in den Augen, wir wurden mit Schlagstöcke kaputt gehauen. Was willst du wieder gut machen?"


Schon früher gab es Ausschreitungen

Andere weisen darauf hin, dass es nicht der erste Vorfall dieser Art war: "Es ist ja nicht das erste Mal passiert! Warum macht man sowas in einem normalen Elektronikmarkt, wenn man weiß, dass soooooo viele kommen? Warum macht man das nicht wo alle Platz haben und keiner verletzt wird?", postet eine Userin. "Richtig Asozial!!! Randalieren im Markt, Kunden und Kindern Angst machen, Leute belästigen und zum Abschluss noch Sachen klauen/zerstören...." In den vergangenen Jahren war es bereits bei Autogrammstunden in Mannheim und Stuttgart zu ähnlichen Ausschreitungen gekommen. Weitere Fans werfen vor allem der Polizei übertriebene Härte vor, zumal in der Menge auch Kinder gewesen seien.


Kurdo drückt unterdessen in einem weiteren Posting die Hoffnung aus, die Autogrammstunde nachholen zu können - dieses Mal mit besserer Organisation.



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