Korruptionsverdacht gegen Inaki Urdangarin

Inaki Urdangarin, Schwiegersohn von König Juan Carlos, steht unter Korruptionsverdacht
Inaki Urdangarin, Ehemann der spanischen Prinzessin Cristina, steht unter Korruptionsverdacht © dpa, Orestis Panagiotou

Ermittlungen am spanischen Königshaus

Schock am spanischen Hof! Die Behörden ermitteln gegen den Schwiegersohn von König Juan Carlos. Der Ehemann von Tochter Cristina, der Ex-Handballer Inaki Urdangarin, soll als Chef einer gemeinnützigen Stiftung mehr als eine Million Euro Regierungsgelder unterschlagen haben.

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Zusammen mit seinem Partner Diego Torres soll der 43-Jährige Rechnungen mit erfunden Dienstleistungen ausgestellt haben. Das darüber eingenommene Geld, soll der königliche Schwiegersohn dann über die Stiftung an seine private Firma weitergeleitet haben.

Peinlich für das Königshaus und besonders für seine Gattin, Prinzessin Christina. Immerhin versucht Inaki jetzt, die Wogen zu glätten: Das Königshaus habe nichts mit seinen privaten Aktivitäten zu tun, sagte er und bedauerte, dem Ansehen der königlichen Familie geschadet zu haben. Zu den eigentlichen Vorwürfen gegen ihn sagte er aber nichts.

Inaki Urdangarin soll Staatsgelder veruntreut haben
Der Schwiegersohn von König Juan Carlos soll Staatsgelder veruntreut haben © dpa, Gustavo Cuevas

Dagegen soll sich das Königshaus selbst mit einem raffinierten Schachzug aus der Affäre retten wollen. Wie das Schweizer Internetportal '20min.ch' meldet, soll das spanische Königshaus ab 2012 "reduziert" werden. Demnach sollen dann nur noch neben dem Königspaar der Thronfolger Prinz Felipe samt Frau Letizia und ihren Kindern zur Königsfamilie gehören. Die Töchter von König Juan Carlos und Königin Sofia müssten demnach ihren kompletten Lebensunterhalt zukünftig selbst erarbeiten - und würde nicht mehr aus der Staatskasse unterstützt.

Bildquelle: Splashnews

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