Kommissar Bukow und die Liebe

Kommissar Bukow und die Liebe
Bukow (Charly Hübner) und König (Anneke Kim Sarnau): Beruflich ein eingespieltes Team, doch privat? © NDR/Christine Schroeder, SpotOn
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"Polizeiruf 110: Im Schatten"

Neben den einzelnen Kriminalfällen, gibt es im "Polizeiruf 110" aus Rostock (NDR) auch die horizontal erzählte Geschichte der Ermittlerfiguren Alexander "Sascha" Bukow, Katrin König und Co., die kontinuierlich fortgesetzt wird. Gerade das war es, was auch Regisseur Philipp Leinemann "sehr fasziniert" hat:

"Ich hatte das Glück, in einer Phase dazuzukommen, in der Bukow ein wenig vom Weg abkommt. Bei ihm gerät gerade alles ins Wanken: Die Frau hat sich getrennt, der Vater ist krank, zu den Kindern hat er keinen richtigen Zugang mehr, und gleichzeitig versucht er in dieser Truppe zu funktionieren", fasst Leinemann den aktuellen Stand der bukowschen Beziehungen zusammen.

"Das ist Katrin König zu plump"

Zwischen Sascha Bukow und Katrin König knistert es schon länger, im "Polizeiruf 110: Im Schatten" (16.10.) schmilzt die professionelle Distanz weiter und so kommen sich die beiden bei einem abendlichen Besäufnis plötzlich sehr nah, doch sie bremst den Kollegen aus. Und das obwohl sie eigentlich gar nicht abgeneigt ist. Warum Katrin König es dennoch macht, erklärt ihre Darstellerin Anneke Kim Sarnau (44) dem NDR so:

"Es geht ihr darum, dass das so ein klassischer Move ist, den er da macht, in diesem Zustand. Das kann sie nicht annehmen, das ist ihr zu plump. Da ist sehr viel zwischen den beiden, aber das geht über eine physische Anziehungskraft hinaus. Deshalb findet sie es respektlos. Sie will sich nicht in so einem Augenblick physisch auf ihn einlassen, einfach so, ohne Vorbehalt. Sie weiß, dass sie mehr ist als das."

"Er richtet sich im Dazwischen ein"

Schauspieler Charly Hübner (43) hat ebenfalls viel Verständnis für seine Rolle, den coolen Kommissar Bukow: "Er ist wie jeder Mensch in vergleichbaren Momenten noch weit von einem stabilen Fundament entfernt, sucht es aber auch gar nicht gezielt. Er richtet sich stattdessen eher im Dazwischen ein, was das Ehrlichste ist für ihn. Von da aus kann er jederzeit, ungebunden, aufbrechen und seinem Weg folgen."

Ob die Avancen an seine Kollegin König ernst gemeint sind oder ob Bukow sich nur trösten will, das weiß er wohl selbst nicht so genau. "Wenn er das wüsste, würde er es sagen, und wahrscheinlich mit viel weniger Alkohol im Turm", so Hübner. Der Alkohol sei die Leiter, um über die eigene Angst zur König hinwegzukommen, erklärt der Schauspieler weiter. "Dass das wieder schiefgeht, ist natürlich der größere Spannungsspielspaß."

Bukow und Thiesler

Doch im Rostock-"Polizeiruf" gibt es nicht nur die spannende Beziehung zwischen Bukow und König. Bukow und Thiesler (Josef Heynert) verbindet oder besser trennt auch sehr viel, seit Thieslers Affäre mit Bukows Ehefrau ans Licht kam. Trotz der Umstände müssen auch diese beiden Ermittler täglich zusammenarbeiten. Wird Bukow ihm verzeihen? "Bestimmt. Die Strafzeit ist fast vorbei. Zumal Vivian ihn ja auch hat sitzen lassen", glaubt immerhin Charly Hübner.

Der Vater

Der Fels in der Brandung ist Veit Bukow (Klaus Manchen), Saschas Vater. Der versucht seinem Sohn wieder auf die Beine zu helfen. Das kann gelingen, ist sich Charly Hübner sicher, denn "die Beziehung zum Vater ist Bukows stabilste Beziehung"... Eines ist in jedem Fall sicher: Es bleibt spannend in Rostock, auch abseits der Mordfälle.

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