Klaus Maria Brandauer: Ein Hoch auf den Müßiggang

Klaus Maria Brandauer
Klaus Maria Brandauer © Cover Media

Klaus Maria Brandauer (71) empfiehlt jedem, einfach mal nichts zu tun.

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Langeweile als Menschenrecht

Seit mehr als 50 Jahren steht der Österreicher ('Die Auslöschung') auf der Bühne, er ist auf der Kinoleinwand und im Fernsehen erfolgreich und sogar in Hollywood kennt man seinen Namen. Klaus Maria Brandauer, der zurzeit mit einem Mozart-Programm in Hannover gastiert, kennt sicher keine Langeweile, denkt sich wohl jeder. Doch weit gefehlt! Der Schauspieler schwört auf gelegentlichen Müßiggang, der für ihn keine Sünde, sondern die Voraussetzung für kreative Ideen ist:

"Ich bin sehr bemüht, mich wenigstens ab und zu in diesen Zustand zu versetzen", berichtete er im Interview mit der 'Neuen Presse'. So empfahl er jedem, ab und an dem Müßiggang zu frönen und einfach mal nichts zu tun. Schließlich ging er sogar so weit, Langweile für alle zu fordern: "Es sollte sogar ein Menschenrecht auf Langeweile geben!"

Langweile ist bei Brandauer aber nicht als schlichtes "fad sein" zu verstehen, das rege ihn nämlich auf, wie er in einem früheren 'Bild'-Interview erklärte. Der Schauspieler meint vielmehr den kurzweiligen Müßiggang, der einem Kraft und Energie für neue Herausforderung und Ideen verschafft. Schließlich muss jeder einmal abschalten und entspannen.

Wie relaxt die Filmlegende selbst am liebsten? "Es muss regnen. Und zwar möglichst bei mir zu Hause in Österreich in Altaussee, weil dann von der Dachrinne her ein Gluck, Gluck, Gluck kommt. In Altaussee habe ich gelernt, was Ruhe ist: Wenn man im Sommer morgens mit bloßen Füßen durch das feuchte Gras läuft und außer den Geräuschen der Natur nichts hört, dann spürt man sie, die Ruhe. Was mich noch entspannt: Ich putze alle meine Schuhe selbst. Das tue ich wahnsinnig gern, da lasse ich niemand anderen ran", lachte Klaus Maria Brandauer.

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