Klaus Kinski, das Schauspiel-Genie

Klaus Kinski: ein Ausnahmetalent
In Hollywood war er ein gefragter Darsteller © picture-alliance / dpa, Pohlert

Kinskis Weg zum Superstar

Klaus Kinski, der mit vollen Namen Klaus Günter Karl Nakszynski hieß, wurde am 18. Oktober 1926 in Sopot geboren. Zur damaligen Zeit gehörte der Ort zur unabhängigen Freien Stadt Danzig, die heute in Polen liegt. Kinskis Vater Bruno war Apotheker, seine Mutter Krankenschwester. Zur sechsköpfigen Familie gehörten außerdem Kinskis ältere Geschwister Inge, Arne und Hans-Joachim.

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Im Jahr 1930 zogen die Nakszynskis nach Berlin, wo Kinski die Schule besuchte. Eigenen Angaben zufolge begann er schon früh damit, mit Gelegenheitsjobs Geld zu verdienen. Am Zweiten Weltkrieg war Kinski als Fallschirmjäger beteiligt und wurde 1944 in den Niederlanden von der britischen Armee gefangengenommen. Während seiner Gefangenschaft übernahm er erstmals Rollen in Theaterstücken. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er von verschiedenen Theatern in Berlin engagiert. Im Jahr 1950 musste Kinski einige Tage in einer Psychiatrie verbringen, unter anderem weil er einen Selbstmordversuch unternommen hatte.

Im Jahr 1952 heiratete er Gislinde Kühbeck, die zuvor bereits die Tochter Pola zur Welt brachte. Kinski und Kühbeck ließen sich 1955 wieder scheiden. Weil es Kinski nach ersten Rollen in verschiedenen Filmen nicht gelang, sich weitere Engagements zu sichern, versuchte er 1955, sich erneut das Leben zu nehmen. Er zog nach Wien und kehrte 1960 nach Berlin zurück. Dort lernte er die Schauspielerin Ruth Brigitte Tocki kennen. Die Hochzeit der beiden fand ebenfalls 1960 statt, ihre Tochter Nastassja wurde im Januar 1961 geboren. Kinski ließ sich 1968 von Tocki scheiden und heiratete drei Jahre später die Vietnamesin Minhoï Loanic. Nikolai, der Sohn des Paars, kam 1976 zur Welt. Klaus Kinski starb am 23. November 1991 im kalifornischen Lagunitas, wo er seit 1981 lebte, an Problemen mit dem Herzen. Seine Asche wurde in den Pazifischen Ozean gestreut.

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