Kim Kardashian ist weit davon entfernt, die "Mutter des Jahres" zu werden

North West auf dem Arm von Kim Kardashian Kim Kardashian kann North auch selbst tragen.

Von Timo Steinhaus

Kim Kardashian hat es geschafft. Sie ist berühmt. Das hat sie mit sicherlich viel Ehrgeiz, aber ohne nennenswerte Talente erreicht. Man könnte sagen: Sie ist berühmt fürs Berühmtsein. Und das zelebrieren Kim und ihr Clan auf Instagram wie kaum jemand sonst. Hier ein Bild von der Yacht, da ein Foto im Bikini aus der Ferienvilla, im Hintergrund rauscht das Meer. Die Kardashians sind eine einzige große Projektionsfläche für die alltäglichen Wünsche und Träume der Menschen. Sie verdienen Geld damit, sich perfekt zu vermarkten und zu protzen. Irgendwie schafft es Kim immer in die Schlagzeilen. Notfalls zieht sie auch schon mal ein durchsichtiges Top an und hievt sich und ihren ebenfalls berühmten Hintern scheinbar vor Wollust triefend aus einem Pool. Das muss man nicht gut finden, aber es ist objektiv gesehen auch nichts daran auszusetzen. Denn dieses Leben wird Kim erst durch das Interesse der Menschen an ihrer Person ermöglicht.

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Doch das ist nicht alles. Denn natürlich ist Kim Kardashian auch Mutter des Jahres. Denkt Kim Kardashian. In einem ihrer unzähligen Interviews prahlte die Mutter der einjährigen North damit, wie sie als Berufstätige erfolgreich ist. Anlass dafür war ein Vortrag der Pepsi-Chefin Indra Nooyi. In diesem sagt Nooyi, dass es gerade für Frauen schwierig ist, Beruf und Familie zu vereinbaren. "Ich glaube nicht, dass Frauen alles haben können. Wir geben vor, dass es so ist. Mein Ehemann und ich sind seit 34 Jahren verheiratet und haben zwei Töchter. Aber wenn du sie fragst, bin ich nicht sicher, ob sie sagen, dass ich eine gute Mutter gewesen bin." Und Nooyi fügt hinzu: "Du musst lernen damit zurechtzukommen, denn die Schuldgefühle bringen dich um." Eine für sie erfrischend ehrliche Antwort. Denn im Vergleich zu vielen anderen Businessfrauen verharmlost sie nicht die vielen Herausforderungen, mit denen unzählige Frauen heute zu kämpfen haben. Und macht vielleicht anderen Mut.

Kim Kardashian dagegen scheint mittlerweile so sehr in ihrer virtuellen TV-Welt gefangen zu sein, dass ihr jeglicher Sinn für Realität abhanden gekommen ist. Dem Sender 'CNBC' sagte sie, dass Nooyis Aussage "nicht sehr positiv" wäre. Und weiter: "Meine Mutter brachte uns Mädchen bei, dass wir alles haben können. Sie brachte uns bei, dass es darum geht, Prioritäten zu setzen, wenn man hart arbeitet. Ich finde es entmutigend [was Nooyi sagt]. Auch wenn es nicht möglich wäre, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen, würde ich es versuchen. Und ich würde mein Bestes geben."

Kim Kardashian schiebt North Platz da, Kim Kardashian schiebt den Kinderwagen mit North selbst

Tja. Nur ist Kim Kardashian weit davon entfernt, als Mutter ihr Bestes zu geben. Sich wie die anderen Mütter auf dieser Welt zu zerreißen, damit ihre Kinder behütet aufwachsen und ihr Leben in geordneten Bahnen verläuft. Erst kürzlich verriet eine Quelle aus Kims Umfeld der Seite 'Radar Online', dass sich zwei Nannies um ihre Tochter North kümmern – eine tagsüber, die andere nachts. Dazu kommt ein persönlicher Assistent, der alles organisiert und auch die beiden Angestellten ihres Ehemannes Kanye West würden des Öfteren eingespannt werden. "Wenn Kim unterwegs ist, werden ihre Koffer vorher verschickt und ausgepackt. Ist North bei ihr, läuft es mit ihren Sachen genau so. Kim muss nie einen Finger rühren. Und das gefällt ihr", heißt es weiter. Nun muss es nicht sein, dass das auch genau so stimmt. Dass Kim sich aber gewaltig aushelfen lässt, darin besteht kein Zweifel.

Sollte sie einmal wissen wollen, wie hoch der Stress einer Mutter tatsächlich sein kann, empfehle ich, die Frau zusammen mit einem Wespenschwarm, einem störrischem Ziegenbock und 14 ausgerissenen Affen in einer Rakete durch die Ringe des Saturn zu schießen. Liebe Kim Kardashian: Wenn du das nächste Mal damit beschäftigt bist, dich in größtmöglicher Breite darzustellen, lass doch besser andere Mütter aus dem Spiel und beschränke dich darauf, deine Durchschnittlichkeit öffentlich zur Schau zu stellen. Danke!

Bildquelle: Splash

Bildquelle: splashnews.com
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