Kim Gloss: So lebt ihre Freundin Ines Redjeb nach dem schweren Unfall

Ines Redjeb an der Unfallstelle in Hamburg
Zehn Monate nach dem Unfall in Hamburg ist Ines Redjeb zurück an die Unfallstelle gekehrt.

Ines Redjeb ist Kim Gloss nicht böse

Ines Redjeb steht an einer viel befahrenen Straße in Hamburg. Es ist der Ort, an dem sich am 26. September 2013 ihr Leben drastisch änderte. Sie ist mit ihrer Freundin Kim Gloss auf dem Weg zu einer Veranstaltung. "Wir haben uns gefreut, haben uns gut gefühlt, haben uns schön gefühlt - es war eigentlich alles soweit in Ordnung", beschreibt Ines die Situation im Interview mit RTL. "Dann bin ich eingestiegen und an alles weitere kann ich mich nicht erinnern."

- Anzeige -

Kim Gloss sitzt am Steuer, verliert die Kontrolle. Sie kracht mit dem schwarzen BMW frontal in einen Reisebus. Ein Koffer fliegt nach vorne, trifft Ines am Kopf und verletzt sie lebensgefährlich. Vier Tage danach kommt sie auf der Intensivstation zu sich. Bislang hat die Ex-DSDS-Kandidatin nicht über die Folgen gesprochen. Auch heute, zehn Monate später, ist es für sie ein schwerer Kampf zurück ins Leben. "Ich hatte mehrere Verletzungen. Die Hauptverletzung war die frontale Schädelbasisfraktur, dann hatte ich Halswirbel gebrochen, Hirnblutungen, Mittelgesichtsfrakturen", so Ines.

Sie verkriecht sich ein halbes Jahr zu Hause, lässt nur ihre Eltern an sich heran. Ihre Haare kaschiert sie mit einer Kappe. Sie wachsen nach der Operation nur langsam nach. Ines erleidet eine posttraumatische Belastungsstörung: "Ich mag es nicht, wenn mir jemand im Nacken sitzt und ich bin schreckhaft", so Ines. Sie kann ihren Kopf nicht richtig bewegen, ist arbeitsunfähig und auf eine Haushaltshilfe angewiesen.

Sie verklagt Kim Gloss auf Schmerzensgeld. Um Rache geht es ihr aber nicht. Ihre Anwältin hat Ines dazu geraten. Denn ohne Anzeige könne sie von Kims Krankenkasse kein Schmerzensgeld verlangen. "Ich habe Kim angerufen und es ihr gesagt", so Ines. Mittlerweile haben die beiden wieder Kontakt. Denn Ines weiß, dass Kim den Unfall nicht mit Absicht verursacht hat.

Bildquelle: RTL

— ANZEIGE —